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Missverstandene Gleichnisse, Teil 1 von 3

7/4/2026

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Misunderstood parables - part 1 of 3
Missverstandene Gleichnisse, Teil 1 von 3
 
Hallo zusammen!
 
Wir neigen dazu, die Heilige Schrift so zu lesen, dass alles miteinander zu verschmelzen scheint. Nirgendwo trifft dies mehr zu als bei bestimmten Lehren Jesu im Johannes- und Lukasevangelium. Heute schauen wir uns Johannes 10,1–17 an. In diesen Versen finden sich drei separate Gleichnisse, und um sie richtig zu verstehen, müssen wir uns jedes einzelne ansehen. Alle drei hängen zusammen, und das dritte kehrt zum ersten zurück, um es zu bestätigen ...
 
Das wird spannend! Erstes Gleichnis: Johannes 10, 1–6
1 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Schafstall kommt, sondern auf andere Weise hineinklettert, der ist ein Dieb und ein Räuber.
2 Wer aber durch die Tür hineinkommt, der ist der Hirte der Schafe.
3 Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme; und er ruft seine eigenen Schafe mit Namen und führt sie hinaus.
4 Wenn er alle seine Schafe draußen versammelt hat, geht er ihnen voran, und die Schafe folgen ihm, weil sie seine Stimme kennen.
5 Einem Fremden jedoch folgen sie nicht, sondern fliehen vor ihm, weil sie die Stimme von Fremden nicht kennen.“
6 Jesus erzählte ihnen dieses Gleichnis, aber sie verstanden nicht, was die Dinge bedeuteten, die er zu ihnen sagte.
 
Lasst uns das also einmal genauer betrachten. Wir können den Dieb und den Räuber als Satan identifizieren. Der Unterschied zwischen „Dieb“ und „Räuber“ sollte beachtet werden. Das Wort „Dieb“ ist „kleptes“, woraus sich „Kleptoman“ ableitet, jemand, der zwanghaft stiehlt. Es beschreibt Satan als jemanden, der stets darauf aus ist, zu stehlen. Das Wort „Räuber“ ist „lestes“ und bedeutet „jemand, der offen stiehlt, unter Androhung von Angst oder Gewalt“. Es wurde von Jesus verwendet, als er die Geldwechsler aus dem Tempel vertrieb und sagte, sie würden die Menschen mit der Macht der Gottesfurcht bedrohen und gegen ihn sündigen. Denken Sie an moderne Geistliche, die die Drohung des Teufels oder die Gottesfurcht nutzen, um Menschen zu manipulieren und ihnen Geld abzunehmen … sie sind die modernen Geldwechsler im Tempel.
 
Zurück zum Teufel: Er „kletterte auf einem anderen Weg“ in den Schafstall. Daher verstehen wir, dass wir die Schafe sind und Satan durch Täuschung in unseren „Stall“ gelangte – der Stall ist die Erde. Satan gelangte auf „einem anderen Weg“ in den Schafstall. Was ist dieser Weg? Jesus sagte, dass er selbt durch die Tür in die Erde eingetreten ist. Was ist die Tür? Von einer Frau geboren zu sein, ist die Tür. „Wer nicht durch die Geburt von einer Frau hereinkommt, sondern auf einem anderen Weg in die Erde gelangt, der ist ein Dieb und Räuber. Wer aber durch die Tür hereinkommt, die die Geburt von einer Frau ist, der ist der Hirte der Schafe.“
 
„Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe mit Namen und führt sie hinaus.“
 
Wer ist der Türhüter?
Manche vermuten, dass es der Vater ist, ich glaube, es ist der Heilige Geist, denn das Wort (Jesus) und der Geist wirken in allen Dingen im Einklang. Hier ist das Spannende: der eingebaute Code. In dem Gleichnis ist der Schafstall die Erde. Aber Jesus sagte, der Türhüter (der Geist) würde das Tor öffnen und Er würde die Schafe aus dem Stall führen – aus der Erde heraus – sie werden Seine Stimme hören und Ihm folgen.
 
Dies könnte eher auf die Entrückung als auf den individuellen Tod hindeuten, denn die Schafe sind sehr lebendig und gehen als ganze Herde aus dem Schafstall/von der Erde hinaus, um der Stimme des Hirten zu folgen. Der unmittelbar folgende Vers 4 sagt: „Wenn Er alle Seine eigenen Schafe außerhalb des Schafstalls/der Erde versammelt hat, geht Er vor ihnen her, und die Schafe folgen Ihm, weil sie Seine Stimme kennen.“ Dies ähnelt sehr dem, was Johannes in Offenbarung 4, 1–2 erlebte, was seit langem als eine Art der Entrückung verstanden wird:
 
„Danach sah ich, und siehe, eine Tür stand offen im Himmel, und die Stimme (Jesus), die mich zuvor gerufen hatte (1,10) und die wie eine laute Posaune klang, sprach: ‚Komm herauf, ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen muss.‘“ Und natürlich folgte Johannes dieser Stimme durch die Tür/das Tor und beobachtet die Ereignisse der Trübsal vom Himmel aus.
 
Jesus schließt das Gleichnis in Vers 5 ab: „Einem Fremden werden sie nicht folgen, sondern vor ihm fliehen, denn sie erkennen die Stimme von Fremden nicht.“ Hier zeigt er, dass die Schafe sich ausschließlich auf die Stimme des Herrn konzentrieren. Wir werden keinem falschen Hirten folgen, der sich durch Klettern Zugang zur Erde verschafft hat. Er ist der falsche Hirte, und wir kennen seine Stimme nicht.
 
Das zweite Gleichnis: Johannes 10,7–10
7 Da sprach Jesus wieder zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen.
8 Alle, die vor mir gekommen sind, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.
 
Jedes Gleichnis beginnt mit einer Aussage darüber, wer Er ist, und jedes Gleichnis baut auf dem vorherigen auf. Im ersten Gleichnis sagte Er, dass Er durch die Tür auf die Erde gekommen sei. Der Dieb kletterte auf andere Weise hinein. Das erste Gleichnis lehrte, dass Er der rechtmäßige Hirte ist, der auf die Erde kam und eines Tages Seine Schafe von der Erde wegführen wird.
 
In Vers 7 beginnt Jesus ein neues Gleichnis: „Ich bin die Tür von den Schafen.“ Dies ist eine leichte Fehlübersetzung; das Wort „von“ sollte „zu“ lauten. Es ist der bestimmte Artikel „ho“ oder „he“, was „zu“ bedeutet. „Ich bin die Tür ZU den Schafen.“ Das Wort „von“ ergab im 17. Jahrhundert Sinn, da es damals als „zu“ verstanden wurde, so wie „die Tür der Metzgerei“ die Tür „zu“ der Metzgerei ist.
 
Im ersten Gleichnis führt Er die Schafe aus dem Pferch/von der Erde heraus, indem Er sie ruft; dies geschieht dadurch, dass der Geist die Tür öffnet und wir Schafe Seiner Stimme folgen. Im zweiten Gleichnis ändert Er die Bedeutungen; in diesem Gleichnis ist Er die Tür zu den Schafen. Er ist die Tür und macht sich selbst sowohl zum Weg zu den Schafen als auch zu dem Einen, der den Zugang zu Seinen Schafen bewacht. Er ist der Beschützer der Schafe. Er demonstriert dies, indem Er über das Wesen des Diebes und Räubers lehrt, jenem, der auf andere Weise in die Erde gelangte, durch Täuschung statt durch Geburt von einer Frau. Beachte, wie beschützend Jesus wird:
 
„Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber, aber die Schafe hörten nicht auf sie. ICH BIN die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet und kann ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu töten, aber ich bin gekommen, damit sie (die Schafe) das Leben haben und es in Fülle.“ Die Worte „alle, die vor mir kamen“ spielen auf die falschen Götter und Propheten an, die im Laufe der Jahrhunderte versuchten, seine Schafe zu Fall zu bringen, doch sie waren Diebe und Räuber. Erinnert ihr euch an Elia in der Höhle, der dachte, er sei der letzte wahre Gläubige? Der Herr sagte ihm, dass es tatsächlich über 7.000 gab, die ihre Knie nicht vor Baal gebeugt hatten. (1. Könige 19,18)
 
Im ersten Gleichnis erklärte Er, dass Er rechtmäßig auf die Erde gekommen sei und der Teufel auf andere Weise hereingekommen sei, durch Täuschung mit dem Motiv zu stehlen und zu rauben. Im zweiten Gleichnis betont Er, dass er selbst der Beschützer der Schafe ist, der sowohl die Tür als auch der Wächter ist, während Er denjenigen, der auf andere Weise hereinkam, eindeutig als Dieb und Räuber identifiziert.
 
Im dritten Gleichnis führt Er die beiden Gleichnisse zusammen und nennt den Zweck Seines Lebens.in diesem dritten lehrt er, dass seine „Aufgabe“ als Hirte es erfordert, dass er stirbt, um diese Schafe zu beschützen.
 
Darum und um den Beginn von drei weiteren Gleichnissen, die sich alle aneinander reihen wie diese hier, wird es nächste Woche gehen. Bis dahin, Gottes Segen.
John Fenn
Unsere Website ist cwowi.org und schreiben kann man mir an die E-Mail [email protected]
 
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