Gott gibt uns Beispiele von (durch) andere Menschen: Heimsuchungen, Leiter
Hallo zusammen,
moderne Gesellschaften suchen an den falschen Orten nach Vorbildern für ihr Leben. Die Popkultur ist ein offensichtliches Beispiel dafür. Daher scheint es für Christen unrealistisch, Männer und Frauen aus der Antike als Vorbilder für gutes und schlechtes Verhalten zu betrachten, aber das Leben dieser Menschen aus der Antike wird in der Heiligen Schrift geschildert, damit wir daraus lernen und leben können.
Davids Leben, angefangen mit Goliath bis zu Bathseba, von der Rebellion seines Sohnes Absalom bis zu Salomo, wird für alle lesbar geschildert. Seine Achterbahnfahrt der Gefühle in diesen verschiedenen Lebensabschnitten ist in den Psalmen für alle ersichtlich. Die Triumphe und Misserfolge anderer wurden ausführlich als Beispiele für uns niedergeschrieben. Von Abraham, der mit Hagar ein Kind zeugte, über Israel in der Wüste bis hin zu den Priestern zur Zeit Maleachis, die die Heilige Schrift verdrehten, um sie ihren eigenen Begierden anzupassen – all das sind Beispiele worin das Gute, das Schlechte und das Hässliche zu finden ist.
Vor Jahren hatte ich einige Erscheinungen, in denen der Herr mich über das Gericht lehrte.
Während dieser Zeit fragte ich nach Ananias und Saphira, deren Tod in Apostelgeschichte 5, 1-11 allen Menschen Gottesfurcht einflößte und als Beispiel dafür diente, was man nicht tun sollte.
„Warum warst du so streng mit Ananias und Saphira?“, fragte ich. „Erinnere dich daran, dass mein ganzer Leib sich zu dieser Zeit in Jerusalem befand (mit Ausnahme derer, die nach Pfingsten zerstreut wurden). Was sie hineinbringen wollten, konnte nicht zugelassen werden.“
Die Einheit in der Gemeinde war in diesem ersten Jahr so stark, dass Heuchelei unbekannt war. Das heißt, bis Ananias und Saphira beschlossen, alle über ihre Spende zu belügen. Der Herr richtete sie sofort, und beide fielen innerhalb von drei Stunden tot um, nachdem sie Petrus direkt ins Gesicht gelogen hatten. Der Herr sagte zu mir:
„Denk daran, mein Sohn. Das Ausmaß des Gerichts entspricht immer dem Ausmaß der Salbung.“
Da bat ich ihn, mir zu erklären, was „Salbung“ bedeutet. Er sagte: „Du kannst es dir als die offenbarte Gegenwart Gottes vorstellen.“ Sofort dachte ich nicht nur an seine Gegenwart im Gottesdienst, sondern auch im Leben eines Menschen. Die offenbarte Gegenwart in Form von Segen, Gnade und Timing. Ich begann zu verstehen, dass „Salbung“ mehr ist als seine Gegenwart, die man in einem Gottesdienst spürt, sondern dass sie sich auch im Leben von jemanden zeigt. Gegenwart bedeutet „offensichtlich, sichtbar oder bekannt gemacht“.
Er fuhr fort: „Viele rufen zum Vater, er möge eine Erweckung senden, aber ich sage euch die Wahrheit, wenn ich sage, dass es, wenn der Vater dieser Nation eine Erweckung bringen würde, viele, viele Ananias und Saphira (Tote) im ganzen Land geben würde.“
Der Herr machte sie damals zu einem Beispiel, doch später in Apostelgeschichte 7 erlaubte er Saulus von Tarsus, Gläubige zu verfolgen und an ihrer Hinrichtung teilzunehmen. In Apostelgeschichte 8, 1-3 heißt es, dass Saulus die Gemeinde „zerstörte“, indem er in Häuser eindrang, Männer und Frauen verhaftete und sie ins Gefängnis schickte. Das griechische Wort, das mit „zerstören“ übersetzt wird, lautet „elymaineto“ – darin kann man das Wort „eliminieren“ erkennen. Die Gläubigen versammelten sich damals in Privathäusern, wie sie es heute in den meisten Teilen der Welt tun. Wenn man also in diese Häuser eindrang und die Menschen ins Gefängnis schleppte, wurde diese (Haus-)Gemeinde ausgelöscht und ganze Familien zerstört.
Aber der Herr beendete die Verfolgung, als er Saulus (Paulus) außerhalb von Damaskus erschien, und verhinderte so, dass sich die Verfolgung ausbreitete, während er gleichzeitig zuließ, dass sich das Evangelium über Jerusalem hinaus verbreitete. Paulus sagte, der Herr habe ihn durch die Gnade, die er ihm erwiesen hatte, zu einem Vorbild gemacht, zu einem Vorbild für diejenigen, die später an den Herrn glauben würden.
Gibt es Dinge in unserer Vergangenheit, die uns davor zurückschrecken lassen, jemals wieder zu dieser/n (bestimmten) Sünde/n zurückzukehren? Hat der Herr uns beschränkt oder aufgehalten, um uns seine Erlösung zu zeigen und diese Dinge zu Beispielen für Fehler zu machen, die niemals wiederholt werden dürfen?
In Hebräer 10, 32-33 heißt es: „Denkt an die früheren Tage, als ihr zum Glauben gekommen seid, und denkt an die großen Schwierigkeiten, die ihr damals erdulden musstet, indem ihr manchmal sogar öffentlich bloßgestellt und verfolgt wurdet.“
Diese Tage sollen uns als Beispiel dienen, dass wir niemals zu ihnen zurückkehren und dass wir seine Gnade inmitten all dessen sehen.
Prüfen wir, warum sie zu Beispielen für alle gemacht wurden, dass sie alle sehen, indem ich ein modernes Beispiel anführe.
1995-96 wurde die Affäre des damaligen Präsidenten Clinton mit einer Praktikantin im Weißen Haus öffentlich bekannt. Ich fragte den Vater, warum er zuließ, dass dieser private Skandal ans Licht kam.
„Ich habe zugelassen, dass seine Affäre bekannt wurde ... weil er die Sünden seiner Generation repräsentiert, nämlich Lust und Gier. Ich habe es zugelassen, damit einige sein Leben sehen und sagen: „Siehst du, er ist genau wie ich” und ihren Weg fortsetzen, oder „Siehst du, er ist genau wie ich” und Buße tun und ihren Weg ändern.”
Diese Fehler durften aufgedeckt werden, mit dem Effekt, dass sie vor allen zurechtgewiesen wurden, wie Paulus es angewiesen hatte, damit andere sich fürchten – und aus ihren Beispielen lernen.
Das geschieht, wenn die Sünde eines Pastors aufgedeckt wird – um anderen als Beispiel zu dienen. In 1. Timotheus 5, 19-20 schreibt Paulus: „Nimm keine Anklage gegen einen Ältesten an, es sei denn mit zwei oder drei Zeugen. Diejenigen, die sündigen, weise vor anderen zurecht, damit alle anderen sich fürchten.“
Wenn wir daher sehen, dass der Ehebruch oder der geistliche Missbrauch eines Pastors aufgedeckt wird, dürfen wir nicht darüber klatschen oder in den sozialen Medien schimpfen und die Person persönlich angreifen. Gottes Absicht ist es, ein Beispiel zu geben, „damit andere sich fürchten“. Der Kontext der öffentlichen Aufdeckung von Sünden beschränkt sich auf Leiter – er sagt nicht, dass die Sünden von Gemeindemitgliedern vor der ganzen Gemeinde aufgedeckt werden sollen. Paulus schreibt ausdrücklich von Leitern.
Die Nachricht vom Tod von Ananias und Saphira wäre damals in den lokalen Nachrichten berichtet worden, so wie heute das Versagen eines Pastors in den Nachrichten erscheint. Nehmen wir uns diese Beispiele vor Augen, denken wir über das Gericht des Herrn nach und prüfen wir unser eigenes Leben? Sagen wir jemals etwas, was die Generation meiner Eltern regelmäßig gesagt hat: „Nur durch die Gnade Gottes bin ich nicht an ihrer Stelle“?
Nächste Woche werde ich über einen Besuch berichten, von dem ich selten erzähle, wie der Herr uns anhand von Beispielen aus unserem eigenen Leben lehrt. Bis dahin, seid gesegnet,
John Fenn
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