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Ist die persönliche Zungenrede wirklich keine Gabe? Wie empfängt man den Geist? Teil 2 von 3

4/26/2025

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Personal tongues not a gift? 2 of 3, Receiving the Spirit
Ist die persönliche Zungenrede wirklich keine Gabe? Wie empfängt man den Geist? Teil 2 von 3

Hallo an alle,
 
da gibt es eine alte indische Parabel aus der Zeit von 1500 bis 1200 v. Chr. über eine Gruppe blinder Männer, die von einem seltsamen Tier namens Elefant gehört hatten, das in ihr Dorf gebracht worden war.
 
Die blinden Männer beschlossen, dieses neue Tier zu ertasten, um herauszufinden, wie es aussah. Ein Mann tastete den Rüssel ab und sagte, es sei wie eine dicke Schlange. Ein anderer tastete ein Ohr ab und sagte, es sei flach und breit wie ein großer Fächer. Ein weiterer tastete ein Bein ab und sagte, es sei hoch und gerade wie ein Baumstamm. Ein anderer tastete die Seite ab und sagte, es sei hoch und flach wie eine Mauer. Ein weiterer tastete den Schwanz ab und sagte, er sei lang und dünn wie ein Seil. Der Letzte tastete einen Stoßzahn ab und sagte, er sei lang wie ein Speer.
 
Jeder von ihnen kam zu einer überzeugten Schlussfolgerung, wie ein Elefant aussieht, aber alle lagen völlig falsch. Sie hatten einige Elemente richtig, aber sie konnten nicht alle Teile zusammenfügen, um ein genaues Verständnis davon zu bekommen, wie ein Elefant aussieht, weil sie blind waren. Stell dir vor, du als sehende Person bist mit Elefanten sehr vertraut und du beobachtest die blinden Männer und hörst ihren überzeugenden Aussagen zu. Die Person mit Seh­ver­mögen und Erfahrung hätte ein umfassenderes Verständnis von einem Elefanten und könnte sagen, wo jeder der blinden Männer falsch oder nur teilweise richtig lag.
 
Wenn christliche Pastoren und Lehrer, die nicht den Heiligen Geist haben, über den Heiligen Geist lehren, sind sie wie die blinden Männer in der Parabel. Menschen, die nach der Wahrheit suchen, sind verständlicherweise verwirrt aufgrund all der widersprüchlichen Lehren. Aber für diejenigen, die den Heiligen Geist haben, sind ihre Lehren offensichtlich falsch, wie für den Sehenden, der den blinden Männern zuhört, wie sie ihre falschen Schlussfolgerungen über den Elefanten ziehen.
 
Die blinden Lehrer...
...haben gelehrt, dass ein Mensch, wenn er wiedergeboren wird, auch den Heiligen Geist hat. Aber das hat Jesus nicht gelehrt, und das haben auch die Apostel, die das Neue Testament geschrieben haben, nicht geglaubt, und das lehrt auch die Apostelgeschichte nicht.
 
Wenn ein Mensch wiedergeboren wird, empfängt er das schöpferische Wirken des Heiligen Geistes, das seinen alten menschlichen Geist durch Gott lebendig macht. Der Weinschlauch wird erneuert. Dieser Mensch kann nun mit Gott wandeln und hat ein gewisses Verständnis der Schrift, aber er hat nicht die Kraft, die die Person des Heiligen Geistes auf ihn und in ihn legt. Wie Jesus zu den wieder­geborenen Jüngern sagte: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommt.“ Ihre Weinschläuche waren neu, aber der neue Wein war noch nicht in ihre Weinschläuche gefüllt worden. Deshalb stellte Paulus etwa 20 Jahre nach Pfingsten die Frage: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, seitdem ihr glaubig geworden seid? Apostelgeschichte 19, 1-6



Und ich möchte noch eine persönliche Anmerkung hinzufügen.
Paulus verstand, dass es oft eine Lücke zwischen der Wiedergeburt und dem Empfangen des Heiligen Geistes gibt, weshalb er fragte, ob sie den Heiligen Geist empfangen hätten, seitdem sie glaubig geworden waren. An dieser Frage sehen wir, dass Paulus glaubte, dass ein wiedergeborener Christ noch nicht tatsächlich den Heiligen Geist hat. Bedenken Sie das – der Verfasser des größten Teils des Neuen Testaments glaubte nicht, dass ein wiedergeborener Christ den Heiligen Geist empfangen hatte. Passen Sie Ihren Glauben an den Glauben des Paulus an.
 
Bei mir lagen mehrere Monate zwischen meiner Wiedergeburt und dem Empfangen des Heiligen Geistes. Einige Wochen nach meiner Wiedergeburt dachte ich, dass da noch mehr sein müsse, denn ich sah weder die Vertrautheit mit dem Herrn noch die Kraft, die sie in der Apostelgeschichte und den Briefen des Neuen Testaments hatten. Ich fragte den Vater: „Ich möchte nicht undankbar sein, aber ist das alles? Ich dachte, es gäbe mehr Kraft, mehr von deiner Gegenwart in meinem Leben.“
 
Ein oder zwei Tage, nachdem ich den Vater gefragt hatte, ob es noch mehr gäbe, erzählte mir meine eigene Mutter davon, wie sie den Heiligen Geist empfangen hatte. Dann erzählte mir Janny, das Mädchen, das mich zum Herrn geführt hatte, von der Taufe mit dem Heiligen Geist. Ich begann, mich damit zu beschäftigen, las Bücher darüber und lernte alles, was ich konnte. Jannys Freund und späterer Ehemann hatte sie zum Herrn geführt und dazu, den Heiligen Geist zu empfangen, und sie führte mich dazu, und ich führte meine Freundin und spätere Frau Barb dazu, den Heiligen Geist zu empfangen.
 
Es gibt zwei Wege, den Heiligen Geist zu empfangen
Barb empfing den Heiligen Geist ganz allein, während sie Gott anbetete. Ich empfing ihn mit einigen Schwierigkeiten durch Handauflegen. Dies sind die beiden Wege, die in der Schrift beschrieben werden, um den Heiligen Geist zu empfangen. In Apostelgeschichte 2, 44 und 10,  kam der Heilige Geist über sie und sie begannen, in Zungen zu reden.
 
Ich möchte alle, die den Heiligen Geist suchen, ermutigen, sich nicht durch das Geschwätz einer Gruppe, das Nachahmen der Zungenrede anderer oder andere Gruppendenken oder Gruppenzwang unter Druck setzen zu lassen. Der Herr wird dir entsprechend deiner Persönlichkeit begegnen, denn er hat dich geschaffen. Barb zum Beispiel ist introvertierter als ich. Sie ist sehr zurückhaltend, daher war es keine Überraschung, dass sie als Teenager, als wir zusammen waren, das Bedürfnis hatte, allein in ihrem Zimmer zu sein, um den Herrn anzubeten. So hat sie ihn empfangen. Vielleicht bist du auch ein zurückhaltender Mensch und würdest ihn besser empfangen, wenn du allein bist, den Herrn anbetest, ihm in Anbetung und Liebe dein Herz ausschüttest und ihn durch dich wirken lässt.
 
In Apostelgeschichte 8, 14-17 und 19, 1-6 wurde der Heilige Geist durch Handauflegen empfangen. Dies sind die einzigen beiden Möglichkeiten, den Heiligen Geist zu empfangen, die in der Schrift zu finden sind. Ich bin eher extrovertiert, daher machte es mir nichts aus, als Barb und unsere Freunde Janny und Vic, die uns zum Herrn geführt hatten, mir die Hände auflegten, damit ich den Heiligen Geist empfangen konnte.
 
Wir waren Teenager und fuhren mit Vics Ford Mustang Mach II, einem Fastback (wenn du alt genug bist, um sich an dieses Modell zu erinnern), durch die Gegend. Wir fanden einen Platz auf dem Land, wo wir parken konnten, setzten uns im Kreis auf die Wiese, hielten uns an den Händen und sie beteten für mich. Ich hatte mir den Kopf mit allen Lehren zu diesem Thema vollgestopft, die 1975 verfügbar waren. Ich las Bücher von Menschen, die wie blinde Männer waren, die einen Teil eines Elefanten ertasteten, was mich verwirrte. Ich las auch „They speak with other tongues“ von John Sherrill, das einige Fragen beantwortete, sowie andere Bücher und Meinungen dazwischen. Mein Kopf war so voll mit den Worten anderer Menschen, dass es mir schwerfiel, meine Gedanken auf das zu lenken, was in meinem Geist vor sich ging.
 
Als ich still den Herrn anbetete und ihm aus meinem Herzen sagte, wie sehr ich ihn liebte, sagte Janny, ich würde Vorschläge von Silben, Buchstaben und Buchstabenkombinationen in meinem Geist sehen oder spüren, und sie sagte, ich solle sie einfach im Glauben aussprechen, sobald ich sie fühlte oder sah. Für mich war es visuell: Wenn ich meine Augen schloss, sah ich Buchstaben und Silben, die nacheinander von rechts nach links wanderten, und ich sprach sie einfach aus.
 
Ich war so darauf konzentriert, dass ich Barb, Janny, Vic und alles um mich herum nicht mehr wahr­nahm. Ich war mir überhaupt nicht mehr bewusst, dass ich in einem Kreis saß und Hände hielt. Ich war zum ersten Mal in meinem Leben „im Geist“, wie Johannes es in Offenbarung 1, 10 und 4, 2 nennt. Alles war verschwunden, außer diesen Worten und meiner Anbetung des Vaters und des Herrn.
 
Als ich aus meinem „Zustand“ zurückkehrte, hörte ich Janny in meinem linken Ohr sagen: „Du hast es, Johnny, du hast es“, und ich war wieder in der Realität. Dann hörte ich mir an, was ich gesagt hatte, denn ich dachte, ich hätte in einer wunderschönen Sprache gebetet, voller Silben, die wie ein Fluss dahinflossen und mit Klängen, die das Ohr erfreuten. Aber alles, was ich gesagt hatte, war: „Abba, Abba, Abba, Abba, Abba, Abba.“ Mir wurde klar, dass seit mein Vater unsere Familie vor etwa vier­einhalb Jahren verlassen hatte, mein Herz nach einem Vater schrie – mein Geist konnte am nächsten Tag nur „Abba“ sagen, so groß war die Sehnsucht nach einem Vater in mir.
 
Wie sich meine Gebetssprache verändert hat und warum man nicht auf Gott warten muss, um in Zungen zu sprechen, erfahrst du nächste Woche.
 
Bis dahin, Gottes Segen,
 
John Fenn

Website: http://www.cwowi.org
Wenn du mir schreiben möchtest, dann E-Mails an: [email protected]
 

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Ist die persönliche Zungenrede wirklich keine Gabe? Teil 1 von 3

4/19/2025

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Personal tongues isn't a gift...? 1 of 3
Ist die persönliche Zungenrede wirklich keine Gabe? Teil 1 von 3

Hallo an alle,

ich bekomme oft Fragen zum Thema Zungenreden und oft sagen mir Leute, dass sie diese Gabe nicht haben. Sie sehen, dass es Gaben der Heilung, Gaben der Erkenntnis, Gaben der Hilfe, Gaben des Gebens, der Barmherzigkeit und des Dienens gibt, aber ihnen fehlt die Gabe des Zungenredens.

Dies führt zu einem Verständnis über Gott, das auf „Haben und Nicht-Haben“ basiert. Manchmal sind sie überzeugt, dass es nicht der Wille Gottes für sie ist. Manchmal wurden ihnen die Hände aufgelegt und nichts geschah, und manchmal hörten diejenigen, die versuchten, ihnen das Zungenreden beizubringen, nur unverständ­liches Gebrabbel. Manchmal wurde ihnen beigebracht, dass das Zungenreden mit den ursprünglichen Aposteln ausgestorben sei, aber sie suchen nach der Wahrheit.

Diese Studie erfordert möglicherweise, dass du das, was du jahrelang für wahr gehalten hast, überdenken musst.

Was Jesus lehrte
In Lukas 5, 36-38 erzählte Jesus ein Gleichnis: „Man kann neuen Wein nicht in alte Schläuche füllen, denn der neue Wein würde die alten Schläuche zerreißen. Zuerst muss man neue Schläuche anfertigen, dann kann man den neuen Wein einfüllen, und beides bleibt erhalten.“ Die Schläuche sind der menschliche Geist, der neue Wein ist der Heilige Geist. Ein Weinschlauch war damals ein Lederbeutel, eine Flasche. Alte Schlauchbeutel trockneten aus und rissen, und wenn man sie mit neuem Wein füllte, liefen sie aus oder platzten.

Der Weinschlauch (menschliche Geist) muss neu gemacht werden. Kannst du dir vorstellen, dass jemand, der einen normalen menschlichen Geist hat, also nicht wiedergeboren ist, plötzlich den Heiligen Geist empfängt? Jesus sagte, dass ihn dies zerstören würde.

Wenn wir aber die Entscheidung für Jesus treffen, erhält der Heilige Geist die Erlaubnis, unseren menschlichen Geist neu zu erschaffen. Wir werden „wiedergeboren“, gnauso wie es Jesus in Johannes 3, 3 beschrieb. Das ist die neue Geburt, die Wiedergeburt in deinem Geist. Dann kann der neue Wein, der der Heilige Geist ist, hinzu­gefügt werden. Wie in seinem Gleichnis zu sehen ist, ist es also möglich, dass jemand einen neuen Weinschlauch hat (wieder­geboren ist), aber noch keinen neuen Wein (Heiligen Geist) hat.

Der neue Weinschlauch hat die Fähigkeit, dass Wein in ihn gefüllt wird. Aber er muss keinen Wein in sich haben, um immer noch ein Weinschlauch zu sein. Das bedeutet, dass jemand wiedergeboren sein kann und den Heiligen Geist in sich haben kann oder auch nicht. Dies zeigt uns eine zeitliche Lücke zwischen der Herstellung des neuen Weinschlauchs und dem Hinzufügen des neuen Weins. All das und noch mehr findet sich in diesem kleinen Gleichnis.

Neuer Weinschlauch:
In Johannes 20, 22 erscheint der auferstandene Jesus seinen Jüngern und haucht sie an: „Empfangt den Heiligen Geist ...“, womit er die Wirkung des Heiligen Geistes meint, der ihren Geist neu er­schafft. Ihre „Weinschläuche“ wurden neu gemacht, als sie an den auferstandenen Herrn glaubten. In diesem Moment wurden sie wiedergeboren. Aber sie hatten noch nicht den neuen Wein erhalt­en – sie hatten den Heiligen Geist selbst noch nicht empfangen, der in ihnen wohnen sollte; ihr Geist wurde jedoch von ihm neu geschaffen, damit sie in den Dingen Gottes wirken konnten.

Denk darüber nach – die meisten Menschen wissen nicht, was Jesus gelehrt hat. Viele Christen glauben, dass man den Heiligen Geist empfängt, sobald man glaubt. Jesus lehrte jedoch, dass der Heilige Geist ihren Geist erneuert, aber dass das Empfangen des Heiligen Geistes etwas anderes ist: Es ist das Füllen des Weinschlauchs.

Vierzig Tage später sagte Jesus zu ihnen: „Wartet auf die Verheißung des Vaters, denn ihr werdet in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden ... Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch kommt ...“ Das ist der neue Wein, der ihren neuen „Weinschläuchen“ hinzugefügt wird. Jesus zeigte sich vierzig Tage lang als Lebender, und zehn Tage später kam Pfingsten. Apostelgeschichte 1, 5 & 8
​
Sie wurden wiedergeboren, als sie den auferstandenen Herrn sahen, aber sie empfingen den Heiligen Geist als Person erst zu Pfingsten. Zwischen der Auferstehung Jesu und Pfingsten lagen insgesamt fünfzig Tage. Diese Zeitspanne zwischen der Wieder­geburt und dem späteren Empfangen des Heiligen Geistes war auch zu ihrer Zeit üblich. Deshalb trifft Paulus etwa 20 Jahre nach Pfingsten in Apostelgeschichte 19,1-6 auf etwa 12 Männer, von denen er annimmt, dass sie wiedergeboren sind, und fragt sie: „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, seit ihr zum Glauben gekommen seid?“

Dies zeigt uns, dass selbst damals, nur zwanzig Jahre nach Pfingsten, oft eine zeitliche Verzögerung zwischen der Wieder­geburt (neuer Weinschlauch) und dem Empfang des Heiligen Geistes (neuer Wein) bestand. Es zeigt den Glauben des Paulus, dass ein Mensch wiedergeboren sein kann, aber NICHT den Heiligen Geist hat. „Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, seitdem ihr glaubt?“ Lasst uns unseren Glauben an das anpassen was die Bibel sagt.

In Apostelgeschichte 10, 39-48 erzählt Petrus dem (römischen) heidnischen Haushalt von Cornelius, dass Jesus vom Vater von den Toten auferweckt wurde und alle, die an ihn glauben, die Ver­geb­ung der Sünden empfangen werden. Unmittelbar nach diesen Worten kam der Heilige Geist auf sie alle ... Und jene (Juden), die mit Petrus gekommen waren, waren erstaunt; „denn auf die Heiden wurde die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen.“

Die Gabe von ...?
Die meisten englischsprachigen Christen verstehen diesen Vers so, dass die Gabe des Heiligen Geistes die Zungenrede ist. Tatsächlich sagt der griechische Text, dass die Gabe der Heilige Geist ist, wobei die Zungenrede lediglich eine Manifestation davon ist, dass jemand die Gabe, nämlich den Heiligen Geist, empfangen hat.

Deshalb antwortet Petrus in Apostelgeschichte 2, 38, als er von den Menschen gefragt wird, was sie tun sollen: „Petrus aber sagte zu ihnen: Tut Buße und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu zur Vergebung eurer Sünden, dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.“ Der Heilige Geist IST die Gabe.

Ich zitiere aus Vine's Expository Dictionary of NT Words: „die Gabe des Heiligen Geistes“, wobei die „Gabe“ der Heilige Geist selbst ist; Verweis auf Apostelgeschichte 10, 45; 11, 17 und der Ausdruck „die Gabe der Gerechtigkeit“ Verweis auf Römer 5,17.

Apostelgeschichte 11,16-17 macht deutlich, dass es in Apostel­geschichte 10 im Haus des Cornelius um die Gabe des Heiligen Geistes ging. Petrus erzählt die Geschichte noch einmal und sagt: „Wenn Gott ihnen also die gleiche Gabe gegeben hat, die er uns gegeben hat, als wir an den Herrn Jesus Christus glaubten, wie konnte ich dann Gott widerstehen ...?“

Vine führt Apostelgeschichte 10, 45 als grammatikalisch identisch auf, wo die Juden mit Petrus im heidnischen Haus des Cornelius schockiert sind, dass Gott „die Gabe des Heiligen Geistes“ über die Heiden ausgegossen hat. Der Heilige Geist IST die Gabe, der Be­weis für diese Gabe war die Zungenrede. Aber das Sprechen in Zungen ist in diesen Passagen nicht die Gabe, sondern nur eine Manifestation des Empfangens des Heiligen Geistes.

Vine weist auch auf die gleiche Grammatik hin, die in Römer 11,17 mit dem Ausdruck „die Gabe der Gerechtigkeit“ verwendet wird. Die Gabe IST die Gerechtigkeit. Da ist nichts Zweitrangiges, Gerechtig­keit IST die Gabe, wie in Apostelgeschichte 2, 38, wo der Heilige Geist die Gabe IST, und in Apostel­geschichte 10,45, wo der Heilige Geist die Gabe IST.
Lass das auf dich wirken ...

All die Jahre hast du wahrscheinlich „die Gabe des Heiligen Geistes“ in Apostelgeschichte 2, 38 und 10, 44-45 als die Gabe der Zungenrede gelesen. Was für ein Schock, zu erfahren, dass sowohl Petrus als auch Paulus sagen, dass die Gabe der Heilige Geist IST. Zungenrede ist lediglich etwas, das andere hören und das bestätigt, dass eine Person den Heiligen Geist empfangen hat, der die Gabe ist. Die Frage ist: Wollen Sie den Heiligen Geist? Ich habe zu Beginn dieser Serie gesagt, dass diese möglicherweise Anlass dafür sein könnte, deinen Glauben zu überdenken, lol.

Nächste Woche gehen wir die Apostelgeschichte durch, um zu sehen, was Petrus und Paulus und die anderen geglaubt haben...
Bis dahin, seid gesegnet,

John Fenn
Website: http://www.cwowi.org
Wenn du mir schreiben möchtest, dann E-Mails an: [email protected]
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Gott zeigt die vollendete Vision! – Verwirrung? 3 von 3

4/12/2025

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God shows the finished vision? Confusion. 3 of 3
Gott zeigt die vollendete Vision! – Verwirrung? 3 von 3

Hallo zusammen,

in Offenbarung 19,10 heißt es: „... das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.“

Das bedeutet, dass es in keinem prophetischen Wort um uns geht, es wird nicht unser Ego fördern, es wird immer um den Herrn gehen. Eine einfache Weissagung ist ein von Gott inspiriertes Wort für uns oder jemand anderen, das „Erbauung, Ermahnung oder Trost“ bringt. Das ist die Definition von Paulus für eine einfache Prophetie in 1. Korinther 14, 3. Diese hat nichts mit der Zukunft zu tun und wird eine Person immer auf Jesus hinweisen – Er ist unser Erbauer und derjenige, der uns ermutigt und uns tröstet.

Wenn der Herr ein prophetisches Wort oder eine Vision für unsere Zukunft gibt, wird es ebenso um Jesus gehen. Wenn du eine Prophetie erhälst, die sich darauf konzentriert, wie du zu Millionen predigen wirst oder in einem Stadion oder bei einem Fernsehauftritt dienen wirst, oder irgend etwas anderes, das deinem Ego einen Schub geben würde – dann ist dies kein wahres Wort des Herrn, oder zumindest ist es durch fleischliche Zusätze des Gebers verun­reinigt. Das Zeugnis Jesu ist der Geist der Prophetie. Daher ist es so, wenn du dabei überhaupt erwähnt wirst, dann wird dies zweitrangig zu seinem Werk, seiner Vision und seinen Zielen für dich sein.

Eine Frau gab mir einmal eine zwanzigseitige Prophetie, die ihr ein sogenannter Prophet gegeben hatte. Sie hatte sie von der Tonaufnahme aufgeschrieben. Sie fragte mich, was ich davon hielt. Die Wahrheit machte sie wütend, denn die ersten drei Sätze handelten von Gott, der Rest der zwanzig Seiten war nur Geschwafel, viele Worte, um nichts zu sagen, und was gesagt wurde, ließ sie wie Gottes besondere Gabe an die Welt klingen. Was zusätzlich bestätigte, dass es sich hauptsächlich um eine ego-steigernde falsche Prophetie handelte, war, das sie dann so wütend auf mich wurde, dass sie seitdem nicht mehr mit mir gesprochen hat, lol. Sie wollte ein bestätigendes Wort über ihre Großartigkeit von mir, aber ich bin verpflichtet, die Wahrheit zu sagen ...

Ja, natürlich kann eine Prophetie dich und seine Pläne für dich beinhalten. Aber in dem Rahmen wie du in SEINE Pläne passt, geht es nicht um dich. In Apostelgeschichte 9, als der Herr Paulus erschien, als dieser kurz davor stand, Damaskus zu betreten, sagte er Paulus ein paar Dinge über seinen Dienst. Aber er ließ ihn auch für drei Tage erblinden, nur um sein Ego aus dem Ruf auf seinem Leben zu entfernen.

​Er wollte, dass er wusste, dass Jesus der Boss ist und dass es nur darum ging, was Jesus im Leben von Paulus tun wollte.
Wichtig: Der Grund für die Verheißungen Gottes
liegt nicht in erster Linie darin, dass sie unsere Gebete erhören oder das erfüllen, wofür wir Gott glauben.

2 Petrus 1, 3-4: „Durch seine göttliche Macht hat er uns alles gegeben, was wir zum Leben und zur Gottseligkeit brauchen, durch ihn, der uns durch seinen Ruf dazu bestimmt hat, an seiner Herrlich­keit und an seiner Tugend teilzuhaben. Durch sie (das Leben und die Gottseligkeit) hat er uns die kost­baren und überaus großen Verheißungen gegeben, damit wir durch sie an der göttlichen Natur Anteil erhalten ...“

Das griechische Wort „Gemeinschaft“ oder „Teilhaber“ oder „Teilnehmer“ ist „koinonos“, was „gemeinsam“ bedeutet, und die Wurzel wird mit „Gemeinschaft“ übersetzt. Es bedeutet, dass die Verheißungen gegeben werden, damit wir mit Ihm in der göttlichen Natur Gemeinschaft haben können, während wir auf die Erfüllung dieser Verheißungen oder Versorgung warten.

Die höhere Wahrheit ist, dass jede Verheißung gegeben wird, damit wir an der Gemeinschaft mit Ihm, an Seiner göttlichen Natur teilhaben können. Der schnellste Weg, eine Verheißung von Gott zu erhalten, besteht sehr oft darin, diese Verheißung beiseite zu legen und sich darauf zu konzentrieren, Ihn kennenzulernen und hin zu Seinem Charakter zu wachsen.

Genau aus diesem Grund ermutigt uns Petrus in den nächsten Versen 5-8, uns in unserem heiligsten Glauben, unserer Tugend (moral­ische Vortrefflichkeit), unserem Wissen, unserer Selbstbe­herrsch­ung, unserer Beständigkeit in dieser Selbstbeherrschung, unserer Gottes­furcht, unserer brüderlichen Liebe und unserer bedingungslosen Liebe aufzubauen, denn „wenn diese Dinge in euch sind und im Überfluss vorhanden sind, werden SIE euch so machen, dass ihr auf eurem Weg mit dem Herrn Jesus nicht unwirksam oder unfruchtbar seid.“
Worum geht es in der Ehe? Es geht darum, dieses Paar heilig zu machen.

In einer Freundschaft? Es geht darum, diese Freundschaft heilig zu machen. Menschen in ihrer Gemeinde? Es geht darum, die Heiligkeit in ihnen und in dir zu vervollkommnen.

In der Schule, auf der Arbeit, in Beziehungen in der Nachbarschaft? Es geht um Heiligkeit und darum, dass du und sie an der göttlichen Natur teilhaben. Es wurde alles bereitgestellt, aber es geht in erster Linie darum, mit Ihm in der göttlichen Natur Gemeinschaft zu haben.

Was für uns bereitgestellt wurde, fließt zu uns durch die Verbindung mit Ihm in Seiner göttlichen Natur.

Verwirrung über das Wie, Wann und Warum
Der Name Habakuk bedeutet „umarmen“, und viele sagen, er habe diesen Namen erhalten, weil er Gott umarmte oder mit Ihm rang. Die Rabbiner sagen, er sei der Sohn der Verheißung der sunamitischen Frau aus 2. Könige 4, 16 gewesen, aber wir haben keine Möglichkeit, dies zu bestätigen. In Kapitel 1 des Buches Habakuk geht es darum, dass er Gottes Plan nicht versteht. Wie kann ein gerechter Gott durch die Sünden böser Menschen wirken, sogar durch böse Reiche wie die Assyrer, die Feinde Israels? Warum sollte ein gerechter Gott zu­lassen, dass sein eigenes Volk von einem bösen Reich gerichtet wird?

Vers 13: „Deine Augen sind zu rein, um Böses zu sehen. Du kannst die Ungerechtigkeit nicht ertragen. Warum tolerierst du dann den Verräter? Warum schweigst du, wenn der Böse einen Gerechten verschlingt?“ Er verstand das Wort des Herrn nicht. Er verstand nicht, wie die Vision und die Verheißung so groß sein konnten, während er das Gegenteil vor seinen Augen geschehen sah.

In Habakuk 2, 1 hat er genug und sagt: „Ich werde meine Wache halten, ich werde hier auf diesem Turm auf Ihn warten und einfach sehen, wie Er mir antwortet.“ (Stur und arrogant, nicht wahr?) In Vers 2 weigert sich der Herr, seine Fragen zu beantworten, befiehlt aber: „Schreibe die Vision auf, mache sie für alle lesbar, damit der Vorübergehende sie kennt. Denn die Vision gilt einer festgesetzten Zeit ... aber die Gerechten werden durch den Glauben leben ...”

„Die Gerechten werden durch ihren (eigenen) Glauben leben.“ Genau diese Zeile wird in Römer 1, 17, in Galater 3, 11 und Hebräer 10, 38 zitiert, wobei es in jedem Fall darum geht, nicht alles zu verstehen, sondern im Glauben mit ihm zu leben. Wir verstehen vielleicht nicht, warum die Vision dies sagt, aber die Umstände sagen es. Dennoch wird uns gesagt, dass wir an dieser Vision festhalten sollen, auch wenn dies bedeutet, dass wir erkennen, dass sie für eine bestimmte Zeit in der Zukunft bestimmt ist.

Dein Glaube ist nicht das Problem
In Hebräer 4 vergleicht der Autor das Alte Testament mit dem Neuen Testament und schreibt, dass Josua Israel keine Ruhe geben konnte, obwohl sie in das Gelobte Land betreten hatten­. Er weist darauf hin, dass Jesus unsere Ruhe ist.

Er ist der Sabbat, wovon die Ruhe am siebten Tag prophezeit. Er ist das, worum es bei der Sabbat­ruhe geht. Sie prophezeite eine Zeit, in der Gott ruhen und seine Bemühungen um die Sünden der Menschheit einstellen würde, indem er uns seine Ruhe gibt – Jesus. Sie prophezeit auch eine zukünftige Zeit, in der die Erde ruhen würde, denn die Person, die der Sabbat ist, wird mit der Menschheit leben.

Die Verse 10-16 bringen es auf den Punkt, indem sie besagen, dass wir, wenn wir Jesus haben, diese Sabbatruhe haben. Jeder Tag ist eine Sabbatruhe für diejenigen, die Christus in sich haben. Deshalb geht es nicht darum, zu glauben, sondern zu ruhen. „Lasst uns daran arbeiten, in diese Ruhe einzu­gehen, denn wer geglaubt hat, ist in seine Ruhe eingegangen, nachdem er seine eigenen Anstreng­ungen eingestellt hat.“ Das bedeutet, dass es nicht um deinen Glauben geht, sondern um das Level deiner Ruhe.

Wenn Gott ein Versprechen gibt und wir unser Bestes tun, um mit ihm zu gehen, damit es eintritt, können wir es nicht aus eigener Kraft tun. Glaube fühlt sich an wie Frieden. Punkt. Glaube fühlt sich an wie Frieden. Um in jeder Situation Frieden zu haben, musst du deine eigenen Werke einstellen.

Das ist die Arbeit, das ist die Anstrengung, um in diesen Frieden zu gelangen, indem man den Geist zur Ruhe bringt, die mentalen Argumente ablehnt und die Gewohnheit ablehnt, die Erlösung an Gefühlen oder dem äußeren Erscheinungsbild von Dingen zu messen. Irgendwann müssen wir an unser Ende kommen und ruhen.

Aufhören. Einfach aufhören. Lerne, den Geist zur Ruhe zu bringen, die Gedanken auf das Versprechen zu lenken. Die Gefühle so zu lenken, dass sie mit dem übereinstimmen, was Gott über dich sagt.

Und dann wird der Friede wie eine hohe Mauer, die unser Herz und unseren Verstand schützt, während die brennenden Pfeile des Feindes daran abprallen.

Bemühe dich, in diese Ruhe, diesen Frieden einzutreten, und schütze ihn dann, indem du Gefühle und Gedanken ablehnst, die dir Gründe geben würden, nicht im Frieden zu sein. Halte an der Vision fest, die Gott dir gegeben hat, aber miss ihre Legitimität oder die Frage, wie nahe sie der Erfüllung ist, nicht an den Umständen, die dich jetzt umgeben. Miss Gottes Versprechen nicht daran, wie du dich fühlst oder was andere sagen.

Geh zurück zu dem letzten, von dem du weißt, dass der Herr es dir gesagt hat – und halte daran fest, wenn auch nur in deinem Herzen, privat zwischen dir und dem Herrn – und ruhe in diesem Versprechen.

Trete in diese Ruhe, in diesen Frieden ein und bleiben dort, während du den Dingen deines Lebens nachgehst.
Nächste Woche gibt es ein neues Thema. Bis dahin, seid gesegnet,

John Fenn
Website: http://www.cwowi.org
E-Mails an: [email protected]




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Gott zeigt die vollendete Vision – Hindernisse?  – Teil 2 von 3

4/5/2025

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God shows the finished vision? Hindrances 2 of 3
Gott zeigt die vollendete Vision – Hindernisse?  – Teil 2 von 3

Hallo zusammen,

im September 1977 waren Barb und ich auf dem College und beteten in einer Nacht, in der der Herr zu uns über unsere Zukunft sprach.

Ein Hindernis ist, die Kluft zwischen der Vision und ihrer Vollendung nicht zu verstehen.

Wir waren auf dem College, wie es unsere Eltern von uns erwartet hatten, aber wir hatten es in unseren Herzen, dem Herrn zu dienen. Wir wollten nicht vier Jahre verschwenden und das Geld unserer Eltern für einen Abschluss ausgeben, den wir nicht nutzen würden, aber wir wussten nicht, wie der Herr uns führen würde.

Als wir beteten, sah Barb eine Vision, in der sie vor den Rocky Mountains in Colorado stand und den Herrn vor sich sah. Er legte seine Hände auf ihre Schultern und drehte sie um, sodass sie nun die Berge im Rücken hatte und nach Osten sah, so weit das Auge reichte.

Es war mit reifem Weizen bedeckt und jeder Weizenhalm war ein menschliches Gesicht. Er sprach mit ihr über unsere Berufung im Dienst. Während dies mit ihr geschah, sagte er mir, dass wir im darauffolgenden September heiraten könnten, dass wir nach Boulder, Colorado, am Fuße der Berge ziehen sollten und: „Danach werde ich dir eine Ranch schenken.“

Das war im September 1977 und wir heirateten ein Jahr später. Alles passierte genau wie vorhergesagt und nach Abschluss der Bibelschule zogen wir nach Boulder. Wir hielten weiter nach dieser Ranch Ausschau, ohne zu verstehen, dass Prophetien oft direkt nacheinander gegeben werden, sodass es so klingt, als würde eine unmittelbar auf die andere zustande kommen.
Ein Beispiel hierfür ist Lukas 4, 18-20, wo der Herr Jesaja 61, 1-2 vorliest. „Um das annehmbare Jahr des Herrn und den Tag der Rache unseres Gottes zu verkünden ...“ Jesus brach mitten im Satz ab: ‚Um das annehmbare Jahr des Herrn zu verkünden.‘ Dann setzte er sich hin und beendete den Satz nicht, indem er sagte, dass der erste Teil erfüllt worden sei.

Jesaja schrieb es so, als ob das annehmbare Jahr des Herrn und der Tag der Rache gleichzeitig wären. Jesus brach mitten im Satz ab und zeigte damit eine Lücke auf. Zwischen dem „annehmbaren Jahr des Herrn“ und dem „Tag der Rache unseres Gottes“ (seiner Rückkehr) liegen 2000 Jahre. Jesus konnte ihnen nicht von einer 2000 Jahre währenden Zeit der Heiden zwischen dem annehm­baren Jahr des Herrn und dem Tag der Rache (seiner Rückkehr) erzählen.

Da wir dies damals nicht verstanden, suchten Barb und ich nach unserem Umzug nach Boulder nach dieser Ranch, denn er hatte gesagt: „Danach werde ich dir eine Ranch geben.“ Wir wussten nicht, wie lange „danach“ dauern würde.

Wir fuhren oft durch die Gegend und suchten nach einem Grundstück, das in unserem Geist Zeugnis ablegte. Bei vielen Grundstücken konnten wir vor unserem geistigen Auge sehen, was es sein könnte, wofür der Herr es nutzen könnte. Aber nichts davon war vom Heiligen Geist bestätigt, also kauften wir nichts. Als wir im Dezember 1992 aus Colorado wegzogen, legten wir diese Prophetie beiseite, sozusagen auf ein Regal, um sie wieder vom Regal zu nehmen, falls dieses Wort jemals eintreten sollte.

Die Prophetie, die wir im September 1977 erhielten, war in der Zeit in der wir auf dem College waren. Wir zogen im Mai 1980 nach Boulder. Erst 1997 gab uns eine Ranch, die größtenteils aus einer Erbschaft stammte, also ganze 20 Jahre nach der Prophetie und zehn Jahre nach dem wir von Boulder weggezogen waren! Er hatte uns von unserem Umzug nach Boulder erzählt, uns die Fülle unseres Dienstes gezeigt und uns gleichzeitig von einer Ranch erzählt. Wie hätten wir ahnen können, dass es 20 Jahre dauern würde, bis sich die versprochene Ranch erfüllen würde?

Es gibt viele Menschen, die vom Herrn eine Vision für ihr Leben erhalten haben und dann Zeit und Geld investiert haben, um nach dieser Vision zu suchen, und sich gefragt haben, was passiert ist, wo sie ist und wann sie eintreten wird?

Warum scheint es für uns wie eine Aufforderung, “es jetzt zu tun“: Aber Gott ist der zeitlose ICH BIN!
Weil er unabhängig von Zeit ist, fühlt es sich wie JETZT an, wenn er dir etwas sagt. Es fühlt sich an, als ob du das jetzt tun musst, weil für ihn alles in der Gegenwart ist, und so fühlt es sich in unserem Geist an. JETZT. Aber das ist es nicht. Von uns wird erwartet, dass wir unseren gesunden Menschen­verstand einsetzen und unseren Teil im Natürlichen tun, indem wir im Gleichgewicht bleiben und einen gesunden Geschäftssinn haben.

Die Apostelgeschichte ist in chronologischer Reihenfolge geschrieben und deckt einen Zeitraum von etwa 30 Jahren ab, wobei es nur 1007 Verse und 28 Kapitel sind, die diese 30 Jahre abdecken. Es fehlen viele Details. Ein Detail, das Paulus später für uns ergänzt, ist, dass er, nachdem er Jesus in Apostelgeschichte 9 getroffen hatte, mit niemandem sprach, sondern sich für drei Jahre in die Wüsten Arabiens zurückzog. Er schreibt in Galater 1, 12-19, Apostelgeschichte 26,16, dass das was er gelernt hat, dadurch geschah, dass Jesus ihm erschien und ihn lehrte.

Aber in Apostelgeschichte 26, 17, als Paulus König Agrippa sein Zeugnis erzählte, zitierte er den Herrn, wie dieser ihm auf der Straße nach Damaskus erschienen ist: „... um dich zu erlösen von dem Volk und von den Heiden, zu denen ich dich jetzt sende.“ Jesus hatte ihm gesagt: „JETZT sende ich dich zu den Heiden“, aber es dauerte über drei Jahre, bis dies geschah. Wenn Gott spricht, scheint es, als wäre es JETZT, weil er der ICH BIN ist, der ewig Gegenwärtige.

Ein weiteres Hindernis sind Ablenkungen
Wir verlieren die Verheißung aus den Augen. In Apostelgeschichte 7,22 wird uns berichtet, dass Mose in den Sitten der Ägypter erzogen worden war, und die Geschichte besagt, dass er ein großer

Militärbefehlshaber war. Aber als er 40 Jahre alt war, tötete er einen Ägypter, der einen Israeliten misshandelte, weil er dachte, dass dies einen Bürgerkrieg auslösen würde. Wir wissen dies, weil es in Vers 25 heißt: „Denn er dachte (Gk: nomizo, denken, annehmen, vermuten), seine Brüder würden verstehen, dass Gott sie durch seine Hand befreien würde, aber sie verstanden es nicht.“

Der Hollywood-Film „Die zehn Gebote“ zeigt Mose im Alter von achtzig Jahren und dass er erst da er erfährt, dass er der Befreier ist, als ihm der Herr im brennenden Busch erscheint. In Apostelgeschichte 7, 22-25 erfahren wir jedoch, dass er bereits im Alter von 40 Jahren wusste, dass er der Befreier war. Dieser Fehler kostete ihn ein Drittel seines Lebens, weil er von Ägypten fliehen musste und nicht verstand, was schiefgelaufen war.

Aber in Hebräer 11, 27 heißt es: „Durch Glauben verließ er Ägypten und fürchtete den Zorn des Königs nicht; er ertrug es, als sähe er das Unsichtbare.“ Das griechische Wort, das mit „ertrug“ übersetzt wird, ist kartereo, was im Lateinischen charta bedeutet und eine Karte oder eine Aufzeichnung (eine Route oder einen Weg) bedeutet.

In Hebräer 11, 27 erfahren wir, dass Mose die Vision noch immer in seinem Herzen trug, er wusste, dass er der Befreier war, er wusste nur nicht, wie es geschehen würde. Er hatte gedacht, er würde seine militärischen Fähigkeiten einsetzen, um Israel gegen die Ägypter zu vereinen. Obwohl er nicht verstand, wie er es verpasst hatte, hielt er an der Vision fest und ließ sich nicht davon ablenken, dass er sich vorerst mit etwas anderem eine Existenz aufbauen musste.

Ein Hindernis ist es, Hindernisse als Zeichen dafür zu nehmen, dass man nicht in Gottes Willen handelt.
In Genesis 12:1-10 wird uns erzählt, dass Abram vom Herrn aufgefordert wurde, das Haus seines Vaters zu verlassen und in ein verheißenes Land zu gehen. Als er im heutigen Israel ankam, erschien ihm der Herr erneut und sagte ihm im Wesentlichen: „Das ist es.“ In den Versen 8 und 9 durchwandert Abram das Land und richtet sich dort ein. In Vers 10 heißt es dann: „Und es kam eine Hungersnot ins Land, und Abram zog nach Ägypten, denn die Hungersnot lag schwer auf jenem Land.“

In Vers 7 sagte der Herr ihm, dass er im Gelobten Land angekommen sei, und nachdem er sein Zuhause und sein Leben in diesem neuen Land vollständig eingerichtet hatte, kam es zu einer so schweren Hungersnot, dass er nach Ägypten ziehen musste, um überleben zu können. Das bedeutet, dass eine Hungersnot in Ihrem verheißenen Land nicht unbedingt ein Zeichen dafür ist, dass Sie Gott verfehlt haben. Der Herr unternahm nichts, um die Hungersnot zu stoppen, er hatte Abram nicht vor einer Hungersnot gewarnt. Abram musste die Entscheidung treffen, nach Ägypten zu ziehen, bis die Hungersnot vorüber war.

Begib dich an den letzten Punkt zurück, von dem du weißt, dass und was der Herr zu dir gesprochen hat. Stelle sicher, dass du alles getan hast, was du auf natürliche Weise tun konntest.

​Wenn du dann von einer „Hungersnot“ getroffen wirst, dann tue, was auf natürliche Weise richtig und umsichtig ist, so wie Abram es getan hat. Was ich immer wieder sehe, ist, dass Menschen im „Land der Hungersnot“ bleiben und sich weigern, dem gesunden Menschen­verstand zu folgen und das zu tun, was auf natür­liche Weise richtig und umsichtig ist. Und am Ende verhungern  sie dann; sie verbrauchen all ihre Ressourcen, anstatt sich an die veränderten Umstände anzupassen.

Um die Gründe, warum uns der Herr die vollständige Vision gibt, wird es nächste Woche gehen, wenn wir diese Serie abschließen.
Bis dahin, Gottes Segen,
John Fenn
 
Website: http://www.cwowi.org
E-Mails an: [email protected]
 
 
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