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Seher, Propheten, persönliche Prophetie: Die Gaben deines Geistes - Teil 2 von 3

4/11/2026

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Seers, Prophets, personal prophecy, 2 of 3, Your spirit's gifts
Seher, Propheten, persönliche Prophetie: Die Gaben deines Geistes - Teil 2 von 3
 
Hallo zusammen,
 
letzte Woche habe ich erzählt, wie einige Leute mir die Hände aufgelegt und prophezeit und dabei genau ins Schwarze getroffen hatten – doch dann wollten sie noch weitermachen, und beim zweiten Mal nahmen sie lediglich in ihrem Geist wahr, welche Gaben ich habe – sie fügten ein „So spricht der Herr“ und die Zukunftsform hinzu und nannten es Gott.
 
Viele manipulative Menschen, die die Wege des Vaters nicht kennen, glauben, wenn sie die Eigen­schaften im Geist einer Person wahr­nehmen, dass sie in Prophetie wirken, oder schlimmer noch, sie halten sich selbst für einen Propheten. Aber sie sind lediglich gut darin geworden, in ihrem Geist die Eigenschaften des Geistes einer anderen Person wahrzunehmen. Dies kann auch von denen gelernt werden, die den Herrn nicht kennen, manchmal geschieht es durch Dämonen oder durch vertraute Geister, die der Person Dinge über eine andere Person erzählen, um sie zu manipulieren oder sogar zu missbrauchen.
 
Du hast die Eigenschaften des Geistes eines anderen wahrgenommen
Es gibt Menschen, die du magst, ohne zu wissen warum, genauso wie es Menschen gibt, die dir egal sind. Nicht, weil sie etwas getan haben, sondern weil es einfach nicht „klickt“. Du spürst, dass es nicht nur an der Persönlichkeit liegt, sondern dass es etwas Tieferes gibt, das deinem Geist an ihnen nicht gefällt. Sehr oft liegt es daran, dass dein Geist etwas in ihrem Geist (oder ihrer Seele) erkennt, das im Widerspruch zum Geist Gottes steht, weshalb du sie nicht magst.
 
Du kaufst im Laden ein paar Lebensmittel und gehst weg, während du dich fragst, ob der Verkäufer ein Christ ist oder der Gerechtigkeit nahe steht, weil da etwas Gutes oder Friedliches ist, wie eine Erkenntnis in deinem Geist, die dein Verstand an ihm wahrnimmt. In Markus 12,34 sagte Jesus zu dem Schriftgelehrten, der richtig über die Schrift geantwortet hatte: „Du bist nicht weit vom Reich Gottes.“ Jesus er­kannte den geistlichen Zustand des Mannes. Es war kein prophet­isches Wort, sondern eine Beobachtung, die Jesus darüber machte, was er wahrnahm, wo dieser Mann geistlich stand. Das tun wir auch.
 
Außerdem können viele Männer und Frauen, die in ihrer Jugend irgendeine Form von Missbrauch erlebt haben, in ihrem Geist wahrnehmen, wenn eine Person, der sie auch nur flüchtig begegnen, von Begierde oder anderen Dingen getrieben ist, denn ihr Geist erkennt die Art von Geistern, die sie missbraucht haben, als sie jünger waren. Unser Geist kann auf dieser Ebene von Mensch zu Geist wahrnehmen, ob eine Person rein ist oder ob etwas an ihr nicht stimmt. Die Welt nennt das ein „Bauchgefühl“ oder eine „Intuition“, denn auch Menschen, die nicht wiedergeboren sind, bestehen immer noch aus Geist, Seele und Körper.
 
Wenn jemand als Kind Missbrauch erlitten hat oder beispielsweise in einem Haushalt mit Süchtigen aufgewachsen ist, können sein Geist und seine Seele nun als Erwachsener wahrnehmen, dass ein Fremder, den er in der Öffentlichkeit sieht, süchtig ist, weil sein Geist die Geister um diesen Fremden spürt – denn diese Art von Geist war um seine Eltern herum, als er aufwuchs.
 
Was war das?
Einfache Prophetie wird von Gott gegeben und vom Heiligen Geist inspiriert. Es geht nicht darum, die Eigenschaften der Persönlichkeit oder die Gaben einer Person herauszufinden – obwohl das Teil einer Prophetie sein kann. Prophetie wird in 1. Korinther 14,3 definiert: „Wer prophezeit, spricht zu den Menschen zu ihrer Erbauung, Ermutigung und Tröstung.“ Es ist der Vater, der Geist ist, der dem Geist eines Menschen Offenbarung über Seine Ermutigung und Seinen Trost für diesen anderen Menschen gibt. In der einfachen Prophetie gibt es nichts Zukünftiges. Manchmal erwähnt der Herr zur Ermutig­ung die Gaben oder Talente, die Er in diese Person gelegt hat, aber das geschieht im größeren Kontext einer Botschaft an sie. Denn in einer Prophetie geht es immer noch um Jesus und Sein Werk und Seinen Willen.
 
Viele haben schon prophezeit, während sie mit einem Freund am Tisch saßen und Tee oder Kaffee tranken, und man spürt in seinem Geist, dass der Freund in einer Sache an einem Entscheidungs­punkt steht. Man spürt einen Frieden dabei, ihm dies und das zu sagen und ihm Trost zu spenden – das war bereits Prophetie. Wenn es nur aus Mitgefühl als Freund kam, nein, dann war das nur ein Freund, der seinen Freund tröstete. Aber es gibt jene Momente, in denen wir von einem Gefühl in unserem Geist, einem Gefühl des Friedens oder der Inspiration, dazu bewegt werden, es unserem Freund zu sagen – und das ist Prophetie. Die Gaben des Geistes kommen nicht mit Etiketten oder einer blinkenden Ankündigung: „Achtung, was ich dir gebe, ist eine Prophetie oder man fügt am Ende ein ‚so spricht der Herr‘ hinzu.“ NEIN. Paulus bezeichnet die Gaben in 1. Korinther 12,4–7 als „eine Offenbarung des Geistes, die zum Nutzen aller gegeben ist“. Es ist normal, einfach Teil des Christ­seins, dass Christus in dir durch dich wirkt, zum Wohl eines anderen Menschen.
 
Der Kontext des Neuen Testaments war das Zuhause, in Beziehungen und in häuslichen Treffen, daher finden alle Gaben des Geistes dort ihre erste Anwendung. Ein Elternteil, das sein Kind nach einem anstreng­enden Arbeitstag tröstet, tut vielleicht einfach nur das, was Eltern tun. Aber vielleicht bittet dieses Elternteil, während es seinem Kind zuhört, den Vater um Weisheit und genau die richtigen Worte, um das Kind zu trösten – und aus seinem Geist kommt Trost, Ermutigung und Weis­heit, die über das hinausgeht, was es ursprünglich hatte. Es hat gerade prophezeit und seinem Kind vielleicht ein Wort der Weisheit gegeben. Es floss aus ihrem Geist, durch ihre Seele, und sie sprachen mit ihrem Körper – man kann diesen Fluss spüren und ihn wahrnehmen; es gibt nichts Erfüllenderes, als vom geistlichen Menschen nach außen zu leben.
 
Ein Wort der Weisheit ist eine göttliche Anweisung bezüglich etwas Zukünftigen – so wie der Herr einem Menschen Weisheit gibt, wie er mit einer schwierigen Situation bei der Arbeit umgehen soll, oder was er von seinen Erfahrungen im Vorstellungsgespräch am Morgen erzählen soll. Ein Wort der Erkenntnis ist göttliches Wissen über etwas Vergangenes oder Gegenwärtiges, und all diese Manifestationen des Geistes Gottes sind genau das – Manifestationen des Geistes.
 
Prophetie wird nicht unser Ego ansprechen: „Das Zeugnis Jesu ist der Geist der Prophetie.“ Offenbarung 19,10
Der Kontext war, dass der Apostel Johannes im Himmel war und begann, sich vor den Füßen des Mannes zu verneigen, der ihn herumführte. Der Mann war sehr bestürzt und bestand darauf, dass Johannes dies nicht tue, da er sagte, er sei ebenfalls ein Glaubens­bruder. Er sagte, bei der Prophe­zeihung gehe es nicht um ihn (den Mann, der Johannes diese Dinge im Himmel zeigte), sondern es ist das Zeugnis Jesu, worum es bei der Prophetie geht.
 
Das bedeutet, dass eine persönliche Prophetie dich nicht derart aufbaut, indem sie dir sagt, zu welchem großartigen und mächtigen Dienst du berufen bist (obwohl Er dir vielleicht den Umfang deines Dienstes und die Schwierigkeiten nennen mag, die du haben wirst, wenn du Seine Einladung annimmst, wie es bei Paulus’ Begegnung mit Jesus auf dem Weg nach Damaskus der Fall war). Wenn du dazu benutzt wirst, jemandem eine Prophetie zu übermitteln, und diese wirklich vom Geist stammt, wirst du kein Ego spüren, kein Gefühl von „Wow, darin bin ich gut“ – überhaupt nichts, was mit dir selbst zu tun hat. Es dreht sich alles um Jesus, egal ob du ein prophetisches Wort gibst oder empfängst.
 
WENN du von einem „Propheten“ eine lange und blumige Prophetie erhältst, die sich über Seiten und Seiten erstreckt, wenn du sie aufschreibst, dann kam sie nicht von Gott. VIELLEICHT war der erste Absatz vom Geist, aber der Rest wäre der „Prophet“, der im Fleisch ist, genau wie es mir bei dieser Konferenz passiert ist.
 
In jedem Beispiel der Apostelhgeschichte als der Geist Gottes zu jemandem sprach, war es kurz, auf den Punkt gebracht, direkt und ohne jegliche Ausschmückungen. Bei der Prophetie geht es um Jesus, nicht um dich oder mich. WENN sie das Ego anspricht, dich in Bezug auf deine Berufung und deine Bestimmung aufbaut, dich glauben lässt, du seist Gottes Geschenk an die Menschheit – dann ist das nicht Gott. Jesus ist sanftmütig, von Herzen demütig, zugänglich und bescheiden. Jede persönliche Prophetie wird diesen Geist Jesu haben. Kein Ego ist daran beteiligt.
 
Nächste Woche geht es um: Was macht einen Seher/Propheten zu einem Seher/Propheten? Bis dahin, Gottes Segen,
 
John Fenn
Website: http://www.cwowi.org
Maile mir unter: [email protected]
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Seher, Propheten, persönliche Prophetie: „Was ist Prophetie?“ Teil 1 von 3

4/4/2026

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Seers, Prophets, personal prophecy: 'What is prophecy?'  1 of 3
Seher, Propheten, persönliche Prophetie: „Was ist Prophetie?“ Teil 1 von 3
 
Hallo zusammen!
 
Es herrscht große Verwirrung in Bezug auf Seher, Propheten, Prophezeiungen und persönliche Propheien. In diesem ersten Teil werde ich darüber sprechen, wie wir Menschen anhand ihres Geistes erkennen können – und welche Probleme dies mit sich bringen kann.
 
Anziehung durch den Geist
„Von nun an kenne ich niemanden mehr nach menschlichen Maßstäben (sondern nach dem Geist), denn wir haben Christus einst im Fleisch erkannt, jetzt aber nicht mehr; wir erkennen ihn durch den Geist. Denn wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden, und alles ist von Gott.“ 2. Korinther 5,16–17.
 
In der Welt erkennen wir einen Menschen an, ehren ihn oder kennen ihn nach den Maßstäben der Welt: Bildung, wirtschaftliche Lage, ausgeübter Beruf, Reichtum und so weiter. In Christus gibt es nur einen Maßstab: die Wiedergeburt. Weltliche Maßstäbe, um jemanden zu kennen, sind zweitrangig, weshalb Paulus sagte, dass er von nun an einen Menschen nicht mehr nach weltlichen Maßstäben beurteilen werde, sondern nach dem Geist.
 
Viel Schaden ist dadurch entstanden, dass Menschen über diese neutestamentliche Realität, Menschen nach ihrem Geist zu erkennen, verwirrt waren. So manche Frau hat sich einem Geistlichen an den Hals geworfen, weil ihr Geist sich mit einigen Gaben in seinem Geist identifiziert, und sie nimmt das als Zeichen Gottes, dass er ihr zukünftiger Ehemann sei. Es muss nicht unbedingt ein Geistlicher sein – das geschieht von Schulen bis zu Kirchen, von Unternehmen bis hin zu zufälligen Begegnungen in der Öffentlichkeit. Die Anziehung zum Geist eines anderen wird oft fälschlicherweise als Gottes Führung für eine Beziehung gedeutet. Fälschlicherweise – das heißt, es ist nicht Gott, sondern nur ihr Geist, der sich zum Geist eines anderen hingezogen fühlt.
 
Als ich Direktor einer Bibelschule war, lernte ich den großartigen und weithin angesehenen Evangel­isten T. L. Osborn kennen. Unsere Schule befand sich im Gebäude seines Dienstzentrums, und ich betrachte das als eine besondere Zeit. Er sprach bei unseren Andachten in der Kapelle, und ich hatte sogar das Privileg, ihn in seinem Haus zu treffen. Eines Tages, nachdem er in der Kapelle gesprochen hatte, kam eine Studentin weinend zu mir, und sie wusste nicht, warum sie weinte. Ich fragte sie, wozu sie sich berufen fühlte, und sie sagte: „Mission.“ Ich erklärte ihr, dass die Gaben in ihrem Geist Zeug­nis abgelegt hatten von den Gaben in T.L. Osborns Geist, was Mission war, und dass ihr Geist von all dem bewegt worden war, was sie von all seinen Abenteuern und den Menschen, die er für den Herrn gewonnen hatte, gehört hatte. Sie erkannte T.L. gemäß dem, wie man jeden von uns in Christus erkennt.
 
Ein weiteres Beispiel:
Als ich 16 war, lernte ich im Deutschunterricht der 10. Klasse ein Mädchen kennen. Der Lehrer ließ die Schüler oft Zweiergruppen bilden, und ich war mit ihr in einer Gruppe. Zwischen den Unterrichts­stunden lernten wir uns kennen. Sie war römisch-katholisch, ich war Episkopale (Anglikaner), was eine gemeinsame Sonntagsliturgie bedeutet. Eines Tages sagte sie zu mir: „Ich kenne den Gott hinter der Liturgie.“ Sie führte mich zum Herrn.
 
Wir waren damals in der 10. Klasse, 16 Jahre alt. Ihr Freund und späterer Ehemann führte sie zum Herrn, sie führte mich zum Herrn, und dann führte ich meine Freundin und spätere Ehefrau Barb zum Herrn. Wir belegten beide im vorletzten Schuljahr ein zweites Jahr Deutsch, sodass sich unsere Freundschaft im Herrn weiter vertiefte. In unserem Abschlussjahr an der Highschool wurde ich zum Prom-König gewählt, sie zur Prom-Königin. Ich habe ihren Geist schon immer geliebt. Ich werde ihr immer dankbar sein, dass sie Jesus mit mir geteilt hat, und wir stehen bis heute regelmäßig in Kontakt. Ich habe ihren Geist von Anfang an geliebt. Ich bewundere ihre Seele, und seitdem haben wir diese Bruder-Schwester-Beziehung. Ich würde niemals, und auch sie würde niemals daran denken, über das Lieben und Schätzen unserer Geister hinauszugehen.
 
Aber manche Menschen entwickeln eine Freundschaft mit jemandem bei der Arbeit, oder ein Pastor mit einer Lobpreisleiterin, oder zwei Nachbarn, und verwechseln die Attraktion zum Geist (oder zur Seele) des anderen mit Liebe, mit Gott und mit Gottes Willen und mit der Vorstellung, dass Gott ihnen gesagt hat, die andere Person sei ihr Partner … und das ist es überhaupt nicht. Es ist lediglich das Wahrnehmen dessen, wer sie in ihrem Geist sind. Oftmals lässt sich jemand emotional ein, sagt: „Gott hat mir gesagt, dass er mein Ehe­mann/meine Ehefrau ist“, und fragt sich, warum Gott das der anderen Person nicht gesagt hat. Wir bestehen aus Geist, Seele und Körper. Überschreite diese Grenze nicht. Nimm wahr, ob du dich zum Geist dieser Person hingezogen fühlst, vielleicht zu Geist und Seele … aber wenn da bereits andere Grenzen bestehen, überschreite sie nicht.
 
Die Vorstellung, dass unsere Geister wahrnehmen können, was im Geist eines anderen vorgeht, wird nicht oft gelehrt, und was es dazu gibt, ist manchmal ziemlich unheimlich und seltsam.
 
Menschen nehmen die Eigenschaften des Geistes einer anderen Person wahr und fühlen sich davon angezogen, und sie verwechseln diese Anziehung mit Liebe.
Was ist, wenn ein Pastor eine alleinstehende Frau in seiner Gemeinde hat, die zu ihm kommt oder ihn um Rat bittet? Was, wenn dieser Pastor in seinem Geist die Eigenschaften im Geist dieser Frau wahr­nimmt – wie Gott sie geschaffen und begabt hat – und er sich deshalb zu ihr hingezogen fühlt? Vielleicht ist sie auch hübsch anzusehen. Er könnte sie manipulieren und kontrollieren, sie dazu bringen, sich nachts allein in seinem Büro mit ihm zu treffen, oder sogar Sex in die Beziehung ein­bringen, unter dem Vorwand, dass sie das brauche, um aus vergangenen Beziehungen geheilt zu werden... und viele andere böse Dinge dieser Art geschehen im Leib Christi. Jesus definierte Ehe­bruch in Matthäus 5,28 als die lüsterne Vorstellung gegenüber einem anderen. Im Laufe der Jahre habe ich viele Pastoren in mehrfachen Ehebrüchen gesehen – Vorstellungen in ihren Köpfen über Frauen in ihrer Gemeinde oder in ihren Lobpreis-Teams – und habe einige von ihnen vom Abgrund zurückgezogen.
 
Das kann in jedem Unternehmen, in jeder Branche oder in Freundschaften ebenso wie in der Gemeinde passieren. Unsere Welt ist so verdorben, dass manche behaupten, Maria Magdalena und Jesus seien ein Paar gewesen – sogar frühe christliche häretische Schriften legen das nahe. Die Gedanken der Menschen sind so verdorben, dass sie sich nicht vorstellen können, dass eine Frau, aus der sieben Dämonen ausgetrieben wurden, Jesus rein auf spiritueller Ebene liebte; sie glauben, es müsse körperlich geworden sein, aber das war nicht der Fall. Lieben wir Jesus nicht aus unserem Geist heraus? Das ist Reinheit. Unser Geist bezeugt zusammen mit dem Heiligen Geist, dass wir Kinder des Vaters sind und dass Christus in uns ist. Deshalb schreibt Paulus in 1. Timotheus 5,2, dass wir ältere Frauen wie Mütter und jüngere wie Schwestern behandeln sollen – Paulus sagt damit: Liebt ihren Geist, erweist ihnen den gebührenden Respekt und die Ehre und überschreitet keine Grenzen.
 
Vor Jahren war ich Redner auf einer „apostolischen“ Konferenz, und während ich in einem Nebenraum darauf wartete, an die Reihe zu kommen, wollten einige der Helfer, die Wasser und Snacks servierten, mir die Hände auflegen und über mich prophezeien. Ich ließ sie gewähren, und was sie zunächst sagten, traf genau zu – dass ich bald in eine andere Art von Dienst hineingestellt werden würde und so weiter. Doch als ich mich bei ihnen bedankte und mich von dem „heißen Stuhl“ erheben wollte, drängten sie mich, mich wieder hinzusetzen und „zu sehen, was der Herr sonst noch sagen könnte“.
 
Ich tat das und ließ sie weiterreden. Was sie als Nächstes sagten, stammte nicht vom Herrn, sondern war das, was ihr Geist von den Gaben in meinem Geist wahrnahm. Alles, wozu Gott mich ihrer Meinung nach in Zukunft führen würde, tat ich bereits. Sie wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, dass ich der Direktor einer großen Bibelschule war und fast täglich Unterricht gab, ein großes Team in einer Megagemeinde leitete und sonntags und mittwochs für den Pastor einsprang, wenn er auf Dienst­reisen war. Ihre „prophetischen Worte“, die sie alle im Futur formulierten, besagten, ich würde bald in eine Position geführt werden, in der ich lehren würde, bald Verwaltungsaufgaben übernehmen würde, bald ein großes Team und ein großes Budget leiten würde …
 
Es waren alles Dinge, die ich bereits tat. Wie konnten sie das übersehen?
Das erste Mal beteten sie zum Herrn. Das zweite Mal nahmen sie in ihrem Geist die Dinge wahr, die in meinem Geist waren – sie lernten mich kennen, wie Paulus oben sagte: durch den Geist, denn der Geist ist eine neue Schöpfung in Christus. Viele sogenannte Propheten bauen ihren Dienst nicht auf dem Prophetien auf, sondern darauf, den Geist einer Person wahrzunehmen und ihn in ein „So spricht der Herr“ zu verwandeln. Und damit werden wir nächste Woche beginnen. Bis dahin, Gottes Segen,
 
John Fenn
Website: http://www.cwowi.org
Maile mir unter: [email protected]
 
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Warum die Wüste (Wildnis)? Der Ort der Stille. Teil 3 von 3

3/28/2026

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Why the wilderness? Part 3 of 3 
Warum die Wüste (Wildnis)? Der Ort der Stille. Teil 3 von 3

Hallo zusammen,
 
warst du schon einmal in einer Wüste? Dort gibt es nicht viel außer Felsen, Sand und ein paar Pflanzen. Sie ist hellbraun und scheint sich endlos auszudehnen. Sie ist eintönig. Sie ist wie eine Schüssel Haferbrei. Es gibt nichts, was dich visuell ablenkt, und es gibt keine Geräusche außer gelegentlichem Vogelgezwitscher. Ihre Schönheit liegt in ihrer Kargheit. Die trockene Wüstenwildnis ist ein Ort der Stille, an dem man allein ist, um sich umzu­schauen, nachzudenken und mit seinen Gedanken allein zu sein.
 
Stille ist seit langem ein Grundpfeiler des Judentums. Die Priester verrichteten ihre Aufgaben im Tempel in Stille. Wenn sie ein Tier oder Getreide opferten, geschah dies in Stille. Im Gegensatz dazu konzentrieren sich andere Religionen auf Gesänge, Gongs, Lieder, Gebete und Ähnliches, während ihre Priester ihre Pflichten erfüllen. Rabbi Abahu sagte, als Gott Moses die Gebote gab, waren alle Menschen still, und sogar die Welt verstummte. Das Fasten von Worten ist seit langem Teil des Judentums und des Christentums – insbesondere Mönche sind dafür bekannt, dass sie Schweigegelübde ablegen.
 
Als der Prophet Elia nach seiner Konfrontation mit den Propheten des Baal in der Höhle war, begegnete er Gott nicht im Wirbelwind, im Feuer oder im Erdbeben, sondern in der „leisen, sanften Stimme”. Auf Hebräisch: kol demamah dakah, wörtlich „der Klang einer zarten Stille”. Man kann Ihn nur hören, wenn man nicht spricht. Wenn man nicht lobt. Wenn man nicht betet.
 
Viele haben entdeckt, dass sie geschaffen wurden, um seine Stimme an einem bestimmten Ort und in einer bestimmten Gemütsverfassung zu hören. Vielleicht ist es während der Arbeit im Garten, vielleicht draußen in der Natur, vielleicht unter der heißen Dusche oder in der Badewanne. Es scheint, als würde der Herr uns dort begegnen, und in unserer Unwissenheit denken wir vielleicht, dass Er einen bestimmten Ort bevorzugt. Aber in Wahrheit ist es der Ort, an dem wir in den Leerlauf schalten, wenn alle anderen Ablenkungen ausgeschaltet sind. Zuerst werden wir uns Seiner Gegenwart bewusst, dann Seiner Worte.
 
Zwei Teile des Hörens
Wenn ich in meinem Büro zu Hause bin, höre ich oft, wie Barb mich von einem anderen Ort im Haus aus ruft. Aber ich kann nicht verstehen, was sie sagt – ich höre ihre Stimme, ich weiß, dass sie etwas sagt, aber ich kann die Worte nicht verstehen. Ich muss näher zu ihr gehen, um sie zu verstehen. Im Hebräischen ist der Sprecher „Medaber” und das Gesproch­ene ist „Medubar”.
 
Wie oft nehmen wir in unserem Geist eine Führung wahr, dann argumentiert unser Verstand dagegen und wir tun unser eigenes Ding, nur um später zu erkennen, dass es der Herr war? Wir haben die Stimme gehört und vielleicht das Wesentliche der Anweisung verstanden, aber wir haben uns entschieden, es so zu tun, wie es uns unser Verstand gesagt hat. Beide Teile sind erforderlich – zuerst hören, dass Er spricht, dann wahrnehmen, was Er mitteilt. Der Herr kann uns ein ganzes Kapitel herunterladen, das wir nur schwer in Worte fassen können, weil die Offenbarung so umfangreich ist und so viele „Punkte” in unserem Leben miteinander verbindet.
 
Aber alles begann mit Stille. In dieser Stille wissen wir, dass wir geliebt, umarmt und gehört werden. Wir sind nicht allein. Aber dieses Bewusstsein ist subtil, in unserem Geist, diese leise, sanfte Stimme, die manchmal nichts anderes ist als ein tiefer Frieden in unserem Inneren. Aber es ist genug, wenn wir es genug sein lassen. Es liegt so viel Reichtum, so viel Tiefe darin, einfach nur Seine Gegenwart zu spüren, dass es, sobald man es bemerkt, wie ein Durchschreiten der Tore eines großen Anwesens ist. Es gibt zu viel, um alles auf einmal zu erkunden, und wir möchten uns hinsetzen und alles in uns aufnehmen – so ist Seine Gegenwart in unserem Geist, die wir inmitten der Stille wahrnehmen.
 
Bedenke ...
Gott sprach das Universum ins Dasein. Deshalb sind Gebete wichtig. Aber zwischen Seinen Worten und unseren Worten liegen Momente der Stille. Wir setzen einen Punkt am Ende eines Satzes, um die Stille, das Ende des Sprechens, zu markieren. Wir setzen ein Ausrufe­zeichen am Ende eines Satzes, um einen Punkt oder eine Emotion zu betonen. Aber am Ende dieses Punktes oder Ausrufezeichens ist ein Raum der Stille. Worte sind wichtig für das Gebet, aber Stille ist ebenso wichtig. Ohne Stille zwischen den Worten würden wir die Bedeutung der Worte nicht erkennen.
 
Die Dunkelheit zwischen den Sternen am Nachthimmel verleiht ihnen Kontur und Dimension. Die Auszeit in einem Sportereignis ist die Stille zwischen den Aktionen, die Zeit zum Nachdenken und Planen gibt und definiert, was als Nächstes im Spiel passiert. In feierlichen Momenten wie Hochzeiten und Beerdigungen verlangsamen wir unsere Sprache, um Zeit für Stille und Besinnung zu lassen. Wir können keine Worte haben, wenn wir nicht auch Stille zwischen ihnen haben. Durch die Abwesenheit von Worten erkennen wir die Stille. „Seid still und wisst, dass ich Gott bin.“ Psalm 46,10.
 
Das Wort „Sela“ kommt 71 Mal in 39 Psalmen vor und hat zu großen Debatten über seine Bedeutung geführt. Es wurde verwendet, um eine Pause anzuzeigen, ähnlich wie heute eine Fermate beim Schreiben von Noten verwendet wird. Eine Fermate wird als Vogelauge oder Zyklopenauge bezeichnet, weil es sich um einen Punkt mit einem Strich darüber handelt. Es bedeutet, nach dem Halten der Note nach Ermessen des Interpreten oder Musikers eine Pause einzulegen.
 
Die Wurzel von „selah“ bedeutet ebenfalls „pausieren“, „aussetzen“ oder „hängen“. Ohne ein Selah am Ende eines Verses würde man einfach blindlings zum nächsten Vers übergehen, ohne in Stille innezuhalten, um über den gerade gemachten Punkt nachzudenken. Wie oft fühlen wir uns geführt oder haben ein Gefühl für die Führung des Herrn und gehen einfach unseren Geschäften nach, ohne uns die Zeit zu nehmen, selah zu machen, innezuhalten, an dem letzten Wort, der letzten Offenbarung, die wir hatten, zu verweilen? Nehmen Sie dieses Rhema auf, gehen Sie dann zurück und denken Sie noch ein wenig darüber nach, um jedes bisschen geistiger Nahrung aufzunehmen.
 
Das Gebet ist das Mittel, mit dem unsere Bitten überbracht werden, die Stille versetzt uns in Seine Gegenwart.
Die Kultur lehrt uns, dass Stille eine Leere ist, die gefüllt werden muss. In den Medien ist „tote Luft” ein No-Go. Sie müssen die Stille mit Worten und/oder Bildern füllen. Stille ist eine Leere. Stille wird mit Einsamkeit gleichgesetzt. Deshalb neigen unsere Gebete dazu, sich mit all den anderen Geräuschen da draußen zu vermischen, und es wird schwierig, die Stimme des Hirten unter den vielen anderen zu erkennen. Wir müssen aufhören, auf diese anderen Stimmen zu hören, bis wir an den Punkt gelangen, an dem Seine Stimme allein in der Stille steht.
 
Aber in Christus hat Stille Substanz. Stille erfordert zwei Dinge: die Zunge zum Schweigen zu bringen und die Seele zum Schweigen zu bringen. Das Schweigen der Zunge öffnet die Tür zur Stille der Seele. Es öffnet auch die Tür zu Liebe, Empathie, Reflexion und persönlichen Kursanpassungen. Sie gehören zusammen, wie oben beschrieben: Man kann Worte nur durch die Stille dazwischen definieren, ebenso wie man seinen Weg mit Gott ohne Zeiten der Stille nicht wirklich definieren kann. Aber Stille wird allzu oft vergessen. Wir sagen Gott, was wir wollen, wir erklären, wir kämpfen, wir verkünden, wir, wir, wir. Wie um alles in der Welt können wir erwarten, von unserem Vater und Herrn zu hören, wenn wir die ganze Zeit reden? Lerne Stille.
 
Ein Rabbiner hat gesagt: „Der Schrei, den man zurückhält, ist der mächtigste von allen.“ Ein anderer bemerkte: „Ein Fasten von Worten hat eine größere transformative Kraft als ein Fasten von Nahrung.“ Denke in der Wüste über Zeiten der Stille nach. Achte in deinem Gebetsleben darauf, der Stille ebenso viel Zeit zu widmen. So lebe ich nun schon seit Jahr­zehnten, und ich bin überzeugt, dass dies ein Grund dafür ist, dass die Offenbarungen weiter fließen. In Zeiten, in denen ich das Bedürfnis nach mehr Offenbarung verspürt habe, habe ich den Vater gebeten, was Paulus in Eph 1,17-19 für die Epheser gebeten hat: „Vater, gib mir den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ich dich besser erkennen kann, und er­leuchte die Augen meines Herzens, damit ich die Tiefe deiner Einladung an mich erkennen kann.“
 
In der Wüste ist die Wolke genau dort. Seine Wunder sind genau dort. Sieh sie. Denke über sie nach. Vielleicht solltest du, wie die Priester, eine Zeit lang deine Pflichten in Stille erfüllen, um über dein Herz nachzudenken, denn die Wüste ist nicht dazu da, dich zum Böse zu prüfen, sondern um zu beweisen, was Er in deinem Inneren weiß, damit auch du es wissen kannst. DANN wirst du mit neuer Kraft aus der Wüste hervorgehen, stärker als zuvor. Die Wüste ist nur ein Moment in deinem ewigen Leben. Mache sie nicht zu einem ganzen Leben!
Nächstes Woche gibt es ein neues Thema. Bis dahin, seid gesegnet,
 
John Fenn
Website: http://www.cwowi.org
Maile mir unter: [email protected]
 
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Warum die Wüste (Wildnis)? Zärtlichkeit in der Wüste. Teil 2 von 3

3/21/2026

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Why the Wilderness? Tenderness in the wilderness. 2 of 3 
Warum die Wüste (Wildnis)? Zärtlichkeit in der Wüste. Teil 2 von 3
 
Hallo zusammen,
 
Auf der Suche nach Zärtlichkeit in der Wüste
Oftmals fühlt sich ein Mensch aufgrund einer unerfüllten Verheißung wie in einer Wüste. Er hat Erwartungen daran geknüpft, wie dieses Versprechen erfüllt werden würde, und wenn es nicht zu dem Zeitpunkt oder auf die Weise geschieht, wie er es sich vorgestellt hat, er­schüttert das seinen Glauben. Oft liegt das daran, dass wir eine Struktur entwerfen, durch die und mit der wir glauben, dass Gott wirkt. Wenn der Vater uns enttäuscht, indem er nicht das tut, was unserer Vorstellung von seinen Wegen und seinem Wort entspricht, kann uns das in eine Wüste des Misstrauens stürzen.
 
Diese Zeiten der Enttäuschung und die Tatsache, dass Gott Dinge tut oder nicht tut, wie wir es erwartet haben, veranlassen uns, unseren Glauben und die Gründe dafür zu hinterfragen. Nach der Enttäuschung, nach der Wut kommt die Selbstreflexion, ein Prozess, der Jahre dauern kann. Aber der Vater ist ein Meister darin, Dinge, die uns dazu bringen, ihn in Frage zu stellen, zu nutzen, um uns umzukehren zu lassen und uns zu lehren und wissen zu lassen, was wirklich in unserem Herzen ist. Die Wüste bringt­­ die tiefsten Teile unseres Herzens an die Oberfläche, sodass wir entweder unseren Glauben bekräftigen oder Buße tun und uns ändern können.
 
Wie Gott die Wüste Israels nutzte: 5 Mose 8, 1-7
Das 5. Buch Mose sind Moses' letzte Worte, die er an die Kinder derer richtet, die aus Ägypten gekommen waren, aber in der Wüste starben. Das war die Generation, die das Gelobte Land hätte betreten sollen. In 5 Mose 8,1 sagt der Herr den Kindern, dass es seine Absicht ist, sie darauf vorzubereiten, in das verheißene Land der Segnungen einzutreten, das er ihren Vorvätern und Eltern versprochen hatte.
 
Zu diesem Zweck fährt er in Vers 2 fort: „Denke daran, wie der Herr, dein Gott, dich vierzig Jahre lang in der Wüste geführt hat, um dich zu demütigen und zu prüfen, damit er wüsste, was in deinem Herzen war, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht.“
 
Das Wort, das mit „prüfen” oder „testen” übersetzt wird, ist das hebräische Wort „nasah” und wurde auch in 1 Mose 22,1 verwendet, wo uns gesagt wird, dass „Gott Abraham prüfte”, indem er ihn aufforderte, Isaak zu opfern. Jüdische und christliche Gelehrte weisen darauf hin, dass das Wort „prüfen” weder eine Versuchung zum Bösen noch eine Prüfung bedeutet, damit Gott erkennen konnte, was in Abrahams und Israels Herzen war. Nein, es bedeutet, „dass die Erkenntnis (dessen, was in ihrem Herzen ist) in ihnen entstehen möge“. Der Vater weiß alles, daher dient eine Zeit der Wüste, die eine Zeit der Prüfung ist, nicht ihm, damit er wissen kann, was in unserem Herzen ist, sondern uns, damit wir wissen können, was in unserem Herzen ist.
 
Es gibt mehrere andere Stellen im Alten Testament, die zeigen, dass der Vater immer wieder dieselben Methoden anwendet: „Gott verließ ihn (Hiskia), um ihn zu prüfen und zu erfahren, was in seinem Herzen war.“ 2. Chronik 32,31, Richter 2,22, 2. Chronik 9,1–36 verwenden dasselbe Wort für denselben Zweck. Gott tut dir das nicht an, sondern er nutzt deine Wüste, damit du erkennen kannst, was in deinem Herzen ist. Ja, es ist eine Prüfung. Ja, es dient dazu, zu prüfen, was in deinem Herzen ist, und nicht dazu, dir ein Hindernis in den Weg zu legen. Jakobus 1,13 sagt, dass Gott den Menschen nicht mit Bösem prüft, denn er selbst wird nicht vom Bösen geprüft/versucht, also lässt Gott keine Wüste zu, um dir das Leben schwer zu machen. Vielmehr, damit du dein eigenes Herz und die Tiefe deiner Hingabe an Christus erkennen kannst.
 
Zärtlichkeit in der Wüste
Die Wüste ist nichts, was wir noch einmal durchleben möchten, doch sie birgt Wunder, die nur wir kennen. Was Israel betrifft, so betrachtete der Herr diese Zeit in der Wüste als etwas Intimes, das nur zwischen ihm und ihnen bestand.
 
Mose wurde in 2 Mose 4,22 aufgefordert, dem Pharao zu sagen: „Israel ist mein Sohn, mein erstgeborener Sohn.“ Später, in Hosea, blickte der Herr zurück und sagte: „Als Israel noch ein Kind war, habe ich es geliebt und meinen Sohn aus Ägypten gerufen.“ Hosea 11,1. Das ist nicht die Stimme eines strengen Zuchtmeisters, sondern die eines liebenden Vaters, der seinem Kind hilft, erwachsen zu werden.
 
Einige von uns erinnern sich an ihre eigenen Väter oder vielleicht an ihren ersten Job, als sie weiterarbeiten mussten, obwohl sie müde, hungrig, durstig, voller Blasen und schmutzig waren. Aber ihr Vater oder ihr Chef zwangen sie, sich anzustrengen, und sie stellten fest, dass sie stärker waren, als sie vor diesem Tag gedacht hatten. Viele Menschen erleben extreme Herausforderungen im Leben, wie Scheidung, Tod von Angehörigen, Bankrott, Entlassungen, unerwartete Umzüge und vieles mehr, um dann festzustellen, dass sie stärker sind, als sie vor diesen Erfahrungen gedacht hätten. Aber diese Zeiten sind nicht ohne Mitgefühl, Unterweisung und Zärtlichkeit von seiten des Herrn. Oft stellen wir im Nachhinein fest, dass er die ganze Zeit über da war.
 
Selbst als Israel später in einer anderen geistlichen Wüste vom Herrn abfiel, verlagert der Herr in Hosea 2,14, 19-20 seine Zärtlichkeit von der eines Vaters gegenüber seinem Sohn zu der eines vergebenden Ehemanns gegenüber seiner untreuen Frau: „Siehe! Ich werde sie umwerben und sie in die Wüste bringen und ihr zärtliche Worte sagen.“ Und: „Ich werde sie mir für immer verloben, ja, verloben in Gerechtigkeit, in Recht, in Güte und Barmherzigkeit. Ich werde sie mir sogar in Treue verloben, und sie wird den Herrn erkennen.“ Zärtliche Worte werden in der Wüste empfangen. Suche nach seiner Zärtlichkeit.
 
„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt.“
Oben habe ich einen Teil von 5 Mose 8,2 erwähnt, in dem es darum geht, wie der Herr die Wüste benutzte und es zuließ, dass sie prüften, was in ihrem Herzen war. Im nächsten Vers, Vers 3, sagt Er, dass Er wollte, dass sie in der Wüste lernen: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, das aus dem Mund Gottes kommt.“
 
Das ist eine Aussage der Zärtlichkeit; eine Bestätigung des oben Gesagten in Hosea, dass der Herr inmitten unserer Wüste zu uns sprechen wird. Es wird auch von Jesus zitiert, als er in der Wüste von Satan versucht wurde. In Matthäus 4,4 benutzte er es, als er sich weigerte, Steine in Brot zu verwandeln. Das Wort, das Jesus für „Wort Gottes“ verwendete, ist „rhema“, nicht „logos“. Der Logos ist das gesamte Wort Gottes, die Gesamtheit des Ratschlusses Gottes, und wird für Jesus verwendet, der das fleischgewordene Wort Gottes ist. Es ist von 1 Mose bis zur Offenbarung, der gesamte Ratschluss Gottes. UND der gesamte Ratschluss Gottes, verkörpert in der Person Jesu Christi, dem Wort des Vaters. Logos.
 
Aus dem Logos, aus dem gesamten Ratschluss Gottes, kommt ein spezifisches Wort zu jedem Einzelnen von uns. Das ist „rhema”. Es wird verwendet, um ein persönliches Wort, eine persönliche Offenbarung Gottes an uns zu bezeichnen. Du hast ein Rhema über Jesus empfangen und darauf reagiert, indem du an ihn geglaubt hast. Wenn du den Unterschied zwischen Logos und Rhema verstehst, kann dies dein Verständnis vieler Dinge im Neuen Testament verändern, und sicherlich auch deine Erfahrung in der Wüste. Rhema kann eine Offenbarung sein, eine Führung, ein Zeugnis, etwas, das du in deinem Geist erkennst und wahrnimmst, oder ein direktes Wort.
 
Als Jesus versucht wurde, setzte er das Verlangen nach einem Rhema mit dem Verlangen nach Nahrung gleich. Nicht das Verlangen nach dem Logos, dem allgemeinen Ratschluss Gottes, sondern wir sollten nach einem Wort vom Herrn hungern, nach einer Offenbarung, einer persönlichen Lehre oder einer geistlichen Einsicht, die für uns genauso wichtig ist wie unsere Mahlzeiten. Lassen wir das auf uns wirken: Wir leben nicht vom Brot allein, sondern von jedem persönlichen Wort, das aus dem Mund Gottes zu uns kommt.
 
Du wurdest gerettet; durch das Empfangen eines Rhema
Zum Beispiel Römer 10,17: Der Glaube kommt durch das Hören, und das Hören durch das Wort Gottes. Das Wort für „Wort” ist Rhema, nicht Logos. Der Glaube kommt nicht dadurch, dass man täglich zwei Kapitel der Bibel liest. Der Glaube kommt nicht dadurch, dass man täglich einen Vers auswendig lernt. Der Glaube kommt nicht dadurch, dass man einer Predigt oder einem Bibellehrer zuhört. All das ist Logos – der allgemeine Ratschluss Gottes, der für alle gilt. Das ist alles großartig, aber der Glaube kommt nicht dadurch. Der Glaube kommt durch das Empfangen eines Rhema. Der Glaube kommt durch ein persönliches Wort von Gott an dich, für deine Situation. Es ist, wenn du einem Lehrer zuhörst und plötzlich etwas in dir nachhallt, oder eine Freude in deinem Geist aufspringt, oder plötzlich diese eine Zeile so viele Dinge, die du geglaubt und erlebt hast, sinnvoll macht und an ihren Platz fallen lässt. DAS ist ein Rhema. Und der ursprüngliche Kontext war, das Hören von Ihm mit Nahrung zu vergleichen, während wir uns in der Wüste befinden.
 
Manchmal muss ein Mensch wirklich sehr tief in seiner Wüste sein, bevor er so verzweifelt wird. Es ist viel einfacher, jemandem eine E-Mail zu schreiben oder zu einem Treffen zu gehen, in der Hoffnung, dass Gott jemanden benutzt, um ein Wort für uns zu haben, als den Preis zu zahlen, vor Ihm zu erscheinen, Ihn anzubeten, selbst zuzuhören ... Er ist in seiner Zärtlichkeit da, und wir sollten diese Zeit nutzen, um zu beweisen, was in unserem Herzen ist. Das erfordert oft Stille, und darüber und wie man das macht, werde ich nächste Woche berichten. Bis dahin, seid gesegnet,
 
John Fenn
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Warum die Wüste (Wildnis)? Teil 1 von 3

3/14/2026

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Why the wilderness? Part 1of 3
Warum die Wüste (Wildnis)? Teil 1 von 3
 
Hallo zusammen,
 
eine gängige Redewendung lautet: „Ich gehe durch eine Wüste“. Manchmal sagen Men­schen: „Gott spricht nicht zu mir“ oder „Ich habe das Gefühl, dass der Herr mich verlassen hat“. Manchmal fühlt sich ein Mensch wie in einer Wüste, wenn er eine Zeit lang nicht in den Gaben des Geistes gewirkt hat oder keinen geistlichen Traum hatte. All dies und noch mehr kann mit dem Gefühl einhergehen, sich in einer trockenen geistlichen Wüste zu befinden.
 
Wir vergleichen unsere Wüste mit Israel in der Wüste
Wir fühlen uns wie an einem trockenen Ort, an dem wir versuchen, ein geistlich gelobtes Land der Erfüllung, der Bestimmung und der Orientierung zu erreichen, das uns Frieden und Nähe zu Gott schenkt. In 1. Korinther 10,1-13 weist Paulus darauf hin, dass alle Israeliten unter derselben Wolke Gottes standen, alle gemeinsam durch dasselbe Meer zogen, alle dasselbe Manna aßen, alle „aus demselben Felsen tranken, und dieser Felsen war Christus“. Dennoch war Gott mit einigen von ihnen nicht zufrieden, weil sie in sexuelle Sünde, Götzendienst und Begierde nach dem relativen Überfluss, den sie in Ägypten hatten, verfielen. Die Frage lautet also: Warum die Wüste und was sollten wir von ihr erwarten? Vielleicht auch: Wie sollten wir uns verhalten, wenn wir uns in einer geistlichen Wüste befinden?
 
Nachdem Paulus Israel in der Wüste erwähnt hatte, sagte er in Vers 6 und erneut in Vers 11: „... diese Dinge sind ihnen als Beispiele geschehen, um uns zu ermahnen ...” Das griech­ische Wort „ermahnen“ bedeutet „aufmerksam machen, milde tadeln, warnen (zur Kenntnis nehmen)“. Mit anderen Worten: Nimm zur Kenntnis, studiere, lerne und mach nicht ihre Fehler, wenn du dich in deiner eigenen Wüste befindest.
 
Betrachten wir Israels Erfahrung in der Wüste ...
Der Herr gab Israel die Zehn Gebote und den Rest des mosaischen Gesetzes, während Israel in der Wüste war. Zu dieser Zeit, etwa 1400 v. Chr., gehörte diese Wüste keinem Volk. Das sagt uns, dass das Wort Gottes keinem einzelnen Volk gehörte. Es war für alle da, für jeden, der es annehmen wollte. Wir könnten auch sagen, dass Jesus (das fleischgewordene Wort Gottes) zwischen Erde und Himmel am Kreuz hing und an diesem Ort, der niemandem gehörte, den Preis für alle bezahlte.
 
Hätte Gott das Wort hingegen Israel gegeben, nachdem es sich im Land Israel nieder­gelassen hatte, hätte es sagen können, dass kein anderes Volk das Wort Gottes haben dürfe. Hätten nur die Juden Jesus gekreuzigt, hätten sie ihn vielleicht als ihr alleiniges Eigentum beanspruchen können. Aber an der Kreuzigung Jesu waren sowohl Juden als auch Heiden (Römer) beteiligt. Daher ist die Person, die das lebendige Wort inmitten seiner eigenen Wüste ist, für alle da, die ihn annehmen wollen.
 
Bedenken wir auch...
Wäre Gottes Wort Israel innerhalb des Landes Israel gegeben worden, hätten alle anderen Nationen eine Ausrede gehabt, den Herrn nicht anzunehmen. Sie hätten mit Recht sagen können, dass er nur der „Gott” Israels sei. Aber das hat er nicht getan, also hat niemand eine Ausrede. Die Wüste ist keine Entschuldigung dafür, den Glauben an Gott zu verlieren, denn die größten Wunder in der Geschichte Israels geschahen, während sie durch die Wüste wanderten. Er teilte das Meer, verwandelte giftiges Wasser in frisches, ließ Wasser aus einem Felsen fließen, versorgte sie tagsüber mit einer Wolke und nachts mit Feuer, versorgte sie mit Manna, Wachteln, ihre Kleidung und Schuhe verschlissen nicht und vieles mehr – all das, während Israel in der Wüste war.
 
Auch wir müssen in unserer Wüste nach seinen Wundern Ausschau halten. Einige von ihnen beklagten sich über die Art und Weise, wie der Herr für sie sorgte (Manna) – lasst uns nicht so sein!
 
Dieses Muster, dass der Herr sein Wort in der Wüste gibt, ist der Grund, warum Menschen sich so oft Gott nähern und sich in solchen Zeiten geistlich stark fühlen. Obwohl sie sich in einer Wüste befinden, sind sie innerlich stark. Sie bemerken die „kleinen“ Wunder der Versorgung (die manchmal kaum vorhanden sind), aber auch das Timing, die Gnade und viele andere Zeichen, dass Er bei ihnen ist, und sie werden getröstet.
 
Vor Jahren leitete ich eine Bibelstunde in einer Strafanstalt mit mittlerer Sicherheitsstufe. Die Männer in der Bibelstunde hatten sehr schwere Verbrechen begangen und saßen lebens­länglich ein. Sie befanden sich in einer Wüste, die sie selbst geschaffen hatten, und würden dort bis zu ihrem Tod bleiben. Aber diese Männer waren freier als viele Menschen, die ein normales Leben außerhalb der Gefängnismauern führten. Sie waren frei in ihrem Geist, in ihrer Seele, denn der Herr war für sie so real, so gnädig, und sie strahlten inmitten des Gefängnisses und seiner schwierigen Gefängniskultur wahrhaftig die Freude und den Frieden des Herrn aus.
 
Paulus schätzte seine Erfahrungen in der Wüste: „Er sagte zu mir: ‚Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in deiner Schwachheit vollkommen (reif, vollständig, ganz)‘. Darum will ich mich meiner Schwachheit rühmen, damit die Kraft Christi in mir wohnen kann.“ 2. Korin­ther 12,9
 
Die Erfahrungen in der Wüste sind für jeden Menschen einzigartig und sehr persönlich.
Niemand sonst kann sie für sich beanspruchen, und sie beweisen, dass wir nur auf der Durch­reise sind, was wichtig ist, zu bedenken. Der Weg durch die Wüste ist nur vorüber­gehend, nur eine Phase im Leben. Als unser ältester Sohn Chris im Alter von 17 Jahren einen Schlaganfall erlitt, durch den er die Funktion seines linken Arms und einen Großteil seines linken Beins verlor, sagte der Herr zu Barb: „Mache dies zu einem Moment, nicht zu einem ganzen Leben.“ Die Bedeutung aus der Perspektive des Himmels ist, dass es nur ein flüchtiger Moment ist, und Er wollte, dass sie inmitten der Krise diese größere Perspektive sieht.
 
Wir dürfen nicht an einem Ort verharren, an dem wir sagen könnten, wir seien Opfer der Umstände – oder dass unsere Wüste aufgrund der Sünden anderer entstanden sei – nein, das sollten wir nicht sagen. „Wenn die Ägypter uns nur freiwillig hätten gehen lassen“, ist keine gültige Aussage. „Wenn der Pastor nur keine Affäre mit der Lobpreisleiterin gehabt hätte, wäre ich nicht so wütend auf sie und auf Gott.“ „Wenn der Pastor nicht gesündigt hätte, hätte ich nicht das Gefühl, dass meine ganze geistliche Welt zusammengebrochen ist.“ Nein.
 
Egal, wer was wann getan hat, denke an das Sprichwort: „Wenn du dich Gott nicht mehr so nah wie fürher fühlst, rate mal, wer sich entfernt hat?“ Israel musste durch eine Wüste ziehen, um ins Gelobte Land zu gelangen. Die Kreuzigung Jesu führte dazu, dass die Jünger in Schock und Verwirrung flohen. Aber dann kam der Tag der Auferstehung. Die Wüste ist Teil des Lebens auf Erden, aber Wüsten sind saisonal.
 
Petrus schrieb in 2. Petrus 1,4: „... durch die uns die kostbaren und überaus großen Verheiß­ungen geschenkt sind, damit wir durch sie Teilhaber* der göttlichen Natur werden ...“ Wir betrachten die Verheißungen Gottes wie erhörte Gebete, also tun wir alles, um „im Glauben“ zu stehen. Wir treiben Dämonen aus, wir bitten den Vater um Engel, wir fasten und beten vielleicht, während wir auf die Erfüllung der Verheißung warten. *Griechisch: koinos, Gemeinschaft, gemeinsam haben
 
Aber Er sagt, dass Er sich ihnen in erster Linie deshalb gibt, damit wir Gemeinschaft mit Seiner göttlichen Natur haben können. Meiner Erfahrung nach gilt in den meisten Fällen: Je schneller ich mich darauf konzentriere, Christus ähnlicher zu werden und zu wachsen, während ich eifrig auf die Erfüllung Seiner Verheißung warte, desto schneller wird diese Verheißung erfüllt. Anstatt den Irrtum anzunehmen, dass es allein an mir liegt, zu kämpfen und zu stehen und zu tadeln und zu fasten und zu beten, um die Antwort zu sehen, halte ich inne und nähere mich Ihm. Ich tue in dieser Zeit alles, was ich kann, um den Charakter Christi und die Frucht des Geistes zu entwickeln, während ich auf die Erfüllung der Verheiß­ung warte. Halte dein Herz auf seinen höheren Zweck ausgerichtet, damit er dir die Verheiß­ung geben wird, damit du Gemeinschaft mit der göttlichen Natur haben kannst, und damit wird die Zeit in der Wüste sehr schnell verkürzt.
 
Nächste Woche: Zärtlichkeit in der Wüste. Bis dahin, seid gesegnet!
 
John Fenn
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Wo ist die Gottesfurcht? Teil 1 von 1

3/7/2026

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Where is the fear of God? 1 of 1
Wo ist die Gottesfurcht? Teil 1 von 1
 
Hallo zusammen,
 
als ich ein Kind war, lebten wir auf dem Land, mit einer Pferdefarm, die an unser Grundstück grenzte. Wir hatten etwa einen Hektar Land mit einem Bach und ein paar Obstbäumen auf dem Hügel auf der anderen Seite des Baches. Wir hatten eine Schaukel und einen Sandkasten vor der Hintertür, die mein Vater für uns vier Kinder gebaut hatte. Die benachbarte Pferdefarm hatte eine Katze, die regel-mäßig auf unser Grundstück kam und den Sandkasten als riesige Katzentoilette benutzte. Mein Vater hasste diese Katze, weil wir immer den Sandkasten säubern mussten, bevor wir darin spielen konnten.
 
Eines Abends spielte ich im Sandkasten, als mein Vater mit einem Gewehr in der Hand durch die Hintertür stürmte. Ich wusste nicht einmal, dass es im Haus eine Waffe gab. Ohne zu zögern ver-fluchte er die Katze erneut, zielte auf sie, als sie etwa 110 Meter entfernt an unserem hinteren Zaun entlanglief, und tötete sie mit einem Schuss. In diesem Moment hatte ich Angst vor meinem Vater. Ich war damals wahrscheinlich 6 oder 7 Jahre alt, und Angst vor meinem Vater zu haben, war ein neues Gefühl für mich. Ich kannte ihn als denjenigen, mit dem der Hund und ich rangen, der mir im Keller die Haare schnitt, der mir beibrachte, wie man Hände schüttelt und Schuhe putzt – ich kannte ihn nicht als einen Mann mit einer Waffe, der eine Katze töten würde! Das war eine neue Erkenntnis.
 
Als wir Pferde hatten
sagte ich meinen Söhnen, dass sie ihre Pferde nicht als riesige Haustiere betrachten sollten. Ich sagte ihnen, sie könnten ihre Pferde lieben und glauben, dass ihre Pferde sie lieben, aber sie sollten nie vergessen, dass es sich um Tiere mit einem Gewicht von 1.000 Pfund (453 kg) handelt. Sie sollten sie lieben, aber niemals vergessen wieviel Kraft sie hatten.
 
4 Mose 16,9 berichtet wie Korah und seine Freunde, die levitische Priester waren, gegen die Führung von Mose und Aaron rebellierten und Mose ihn fragte: „Glaubst du, es sei eine Kleinigkeit, dass der Herr dich aus der Gemeinde ausgewählt hat, um im Heiligtum zu dienen und der Gemeinde zu dienen?“ In Jeremia 23,32 sagt der Herr über falsche Propheten: „Sie führen mein Volk in die Irre durch ihre Lügen und ihre ‚Leichtfertigkeit‘.“ Das Wort „Leichtfertigkeit“ ist „pachazuth“ und bedeutet „leichtfertig“, „extravagant“, „unbeschwert“, „lässig“.
 
Der gemeinsame Nenner dieser Beispiele ist das Fehlen einer Offenbarung: Bei mir als Kind war es, dass mein Vater töten könnte. Bei meinen Söhnen, dass ihre Pferde kraftvoll waren. Bei Korah, dass sie Gott gegenüber verantwortlich waren. Der Herr hatte sich Israel durch die Plagen in Ägypten und die Wunder in der Wüste offenbart – denn eine Offenbarung seiner Macht sollte in einem Menschen die Furcht vor Gott wecken. Heute bedeutet die Offenbarung seiner Macht, was die höchste und beste Ausübung seiner Macht war, nämlich dass er Jesus von den Toten auferweckte. Damit sollen wir sehen, wissen, verstehen und in unser Innerstes aufnehmen, wie sich seine Macht offenbarte, als er uns rettete. Er hat uns vor der Hölle, dem Gefängnis, der Sünde – was auch immer es war – gerettet. Er hat uns durch die Ausübung seiner mächtigen Kraft gerettet, als er Jesus von den Toten auferweckt hat, was schließlich dazu führte, dass wir in unserem Geist wiedergeboren wurden. Wenn wir an diese Kraft in unserem Leben denken, die uns so dramatisch verändert hat, ist die Gottesfurcht die natür­liche Reaktion darüber. Wecke das von Zeit zu Zeit auf! Lebe darin! Lebe in Ehrfurcht vor dem, was Er in uns, für uns und mit uns getan hat! Wenn wir das wissen, beginnen wir den Weg des Lernens.
 
Die lockere Herangehensweise an die Dinge Gottes in vielen Gemeinden und im Internet spiegelt sich heute in der Häufigkeit wider, mit der Propheten oder andere Geistliche „Worte” verkünden, die angeblich von Gott stammen. Sie spiegelt sich in der Korruption und Unmoral wider, die so häufig bei Pastoren und Geistlichen zutage tritt. Es spiegelt sich in der beiläufigen Vertrautheit derer wider, die den allmächtigen Gott, den Vater, „Papa” nennen, in einem Missverständnis der Verwendung des Wortes „Abba” im ersten Jahrhundert. Dieser Mangel an Gottesfurcht verschließt die Offenbarung für die Lehre, die Offenbarung im Gottesdienst, die Offenbarung für ein heiliges Leben.
 
Ich spreche nicht davon, Angst vor dem Vater oder Herrn zu haben, nur weil wir hier und da sündigen oder sogar wenn jemand mit einer Gewohnheit kämpft. Nein, ich spreche von einer beiläufigen Herangehensweise an die Dinge Gottes innerhalb der christlichen Kultur. Viele Mega-Gemeinden haben den Fluss gegen die Show, die offensichtliche Gegenwart (Salbung) Gottes gegen Emotionen und das Eintauchen in den Geist im Gottesdienst gegen Rauch und Laser eingetauscht.
 
Vor einigen Jahrzehnten setzte sich die Idee durch, dass Kirchen die Menschen im Gottesdienst nicht herausfordern sollten und dass sie das Höchste und Beste von allem haben sollten, um Menschen zu Christus zu führen. Eine Kirche sammelte Millionen für echten italienischen Marmor im Foyer oder eine Million oder mehr für die beste Soundanlage, während viele in ihrer Gemeinde ihre Miete nicht bezahlen konnten. Die Prioritäten wurden von der Sorge um die wahre Gemeinde auf die Sorge um das Gebäude namens Kirche verlagert. Das Äußere wurde zum Wichtigsten. Im Namen der Relevanz endeten die Altarrufe, die Gottesfurcht und die Verkündigung von Absolutem. Die Dinge Gottes wurden zu einem System, einer Formel, einer geplanten professionellen Präsentation.
 
„Seid still und erkennt, dass ich Gott bin”
Das stammt aus Psalm 46,10 und beantwortet die Frage: „Wie kann ich eine (Offenbarung) der Gottesfurcht erhalten?”
 
Seid still und erkennt, dass ich Gott bin. Seid still und denkt darüber nach, wovon Er euch gerettet hat. Seid still und meditiert darüber, wo ihr ohne Ihn wärt. Ehrfurcht, Furcht und Anbetung sind die natür­liche Reaktion auf dieser Ebene persönlicher Offenbarung. In dieser Stille betrachten wir, suchen wir, lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf unseren Geist, wo Er sich offenbart. Ein Rabbiner sagte: Stille ist das mächtigste Gebet. Rabbi Shimon, Sohn des Gamliel, sagte: „Ich bin mein ganzes Leben lang unter Weisen aufgewachsen und habe nichts Besseres gefunden als Stille.“ Viele Rabbiner schreiben, dass Stille der wichtigste Weg ist, um mit Gott in Verbindung zu treten.
 
Stille ist nicht nur die Abwesenheit von Geräuschen, sondern ein Seinszustand,
ein Zustand der Stille des ganzen Selbst, in dem man am Ende seiner selbst angelangt ist, um in Seiner Gegenwart zu sitzen, zu stehen, zu arbeiten. Wenn ein Mensch in seinem Wesen still ist, kann er arbeiten, kann er sitzen – es ist ein Seinszustand, nicht die Abwesenheit von Geräuschen.
 
Die Priester der Antike sprachen überhaupt nicht, wenn sie im Tempel Opfer darbrachten. Der Chor tat es, das Volk tat es, aber die Priester, die Gott Opfer darbrachten, sprachen überhaupt nicht. Sie sollten durch Stille in einem Zustand der Gemeinschaft mit dem Herrn sein; aufmerksam, nach­denk­lich, und dennoch aktiv ihre Arbeit verrichten. Es ist ein Zustand der Demut vor Gott, Stille in Seiner Gegenwart, sowohl in Ehrfurcht als auch in furchtsamer Achtung vor dem Allmächtigen.
 
Manche mögen es Meditation nennen oder das Versetzen des Geistes in einen neutralen Zustand, der Reflexion, inneres Nachdenken und Gedanken, die sich dem Geist des Menschen zuwenden, ermög­licht. In 1. Samuel 1,10-13 betete Hanna still um einen Sohn, den sie dem Herrn zu weihen versprach. Der Priester Eli sah, wie sich ihre Lippen leicht bewegten, hörte aber keinen Ton. Gott hörte ihr Gebet. In Genesis 21,15-17 werden Hagar und der jugendliche Ismael in die Wüste geschickt. Dort, wo kein Wasser mehr vorhanden ist, legt sie ihn unter einen Strauch und geht weg, weil sie es nicht ertragen kann, ihren Sohn sterben zu sehen. Aber in Vers 17 sagt der Herr zweimal zu ihr: „Ich habe die Stimme des Jungen gehört”.
 
In dieser Stille, in der der junge Ismael dem Tod nahe war, hörte der Herr ihn. In Hannas stillen Gebeten hörte der Herr sie. In der Thora steht geschrieben, dass Sarah, als sie in der Gegenwart des Herrn lachte, als er ihr sagte, sie würde einen Sohn bekommen (Genesis 18,12-13), still vor sich hin lachte – aber der Herr hörte sie.
 
Ich habe festgestellt, dass der Herr mich meistens dann besucht, wenn ich im Geist bin und still bin. Ich sehe ihn oft in unseren Konferenzen, während wir Gott anbeten. Ich habe ihn in Hausgemeinde­versammlungen gesehen, oft während der Anbetung. Aber meistens geschehen meine privatesten Momente mit ihm, die ich niemals mit jemandem teile, wenn ich still bin.
 
Paulus schrieb in 1. Korinther 14,10, dass es viele Stimmen in dieser Welt gibt und keine ohne Bedeutung ist. Erwäge es, diese Stimmen auszuschalten, einschließlich deiner eigenen. Ja, hör auf zu reden. In alten Zeiten praktizierte man im Breslover Zweig des chassidischen Judentums Stille, während man auf den Feldern spazieren ging. Es gibt auch ein „taanit dibbur”, was „Fasten der Worte” bedeutet. Wir fasten Essen, wir fasten Fernsehen, wir fasten Süßigkeiten. Erwägen Sie, eine Zeit lang Worte zu fasten. Im Judentum wird das tiefgründigste, private Gebet „tefillah be-lachash” oder „das stille Gebet” genannt, basierend auf Hannas stillem Gebet des Herzens in 1. Samuel 1.
 
Erwäge Stille, um die Furcht vor dem Herrn zu erlangen oder wiederzugewinnen. Du wirst sie nicht in der Kirche finden. Und ... wenn deine Gedanken abschweifen, lenke sie zurück, um dich auf den Herrn zu konzentrieren. Ich habe festgestellt, dass der Herr ein perfekter Gentleman ist, da er nicht spricht, solange ich spreche. Ich wende dies an, wenn ich jemandem zum Gebet die Hände auflege. Ich sage ihnen, sie sollen still sein – kein Beten, kein Beten in Zungen – Stille, denn solange sie sprechen, wird er nicht sprechen. Ich werde nicht für sie beten, bis sie still sind. Dann kann er in sie und in ihnen fließen.
 
Und ich beende diese eine Serie von „Gedanken” über die Furcht vor Gott, um das nächste Mal mit einem verwandten Thema fortzufahren: “Warum Wildnis”? Bis dahin, seid gesegnet,
 
John Fenn
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Einblicke und Verständnis - Teil 4 von 5

2/28/2026

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Insights and understanding, 4 of 5
Einblicke und Verständnis - Teil 4 von 5
 
Hallo zusammen,
 
das Wort „Tzitzit” (tsit-zit) bedeutet „Fransen” und es wurde von Gott geboten, es  als Erinnerung an sein Wort in 4 Mose 15,37-41 auf die Kleidung der alten Israeliten zu machen:
 
„Sag den Israeliten, sie sollen sich an allen Ecken ihrer Kleider Tzitzit (Quasten) anbringen, und zwar für alle ihre Generationen, mit einem blauen Band an jeder Tzitzit. Diese Quasten sollen euch daran erinnern, das Wort Gottes zu befolgen, alle seine Gebote zu halten, damit ihr ihnen gehorcht und nicht euren eigenen Herzen und Augen folgt, um eure Begierden zu befriedigen. Dann werdet ihr daran denken, alle meine Gebote zu befolgen und dass ihr eurem Gott geweiht seid.“
 
Die Schnüre (Quasten) müssen direkt an der Kleidung befestigt werden, d. h. es sind keine auf­steck­baren Quasten erlaubt. Es gibt vier davon, eine an jeder Ecke, die jeweils aus vier Fäden (einer davon blau) bestehen, die zu insgesamt acht Schlingen gebunden sind. Dann werden fünf Knoten in die acht Quasten nahe der Spitze gemacht, wodurch die Quaste (Tzitzit) zu einer Schnur wird. Da im hebrä­ischen Alphabet jeder Buchstabe mit einer Zahl verbunden ist, ist der Name „Tzitzit” im Hebräischen auch die Zahl 600. Durch die 5 Knoten in den 8 Quasten, insgesamt also 13, ergibt sich die Zahl 613 – die Anzahl der Gesetze im Gesetz des Moses, die den Träger an die Gebote des Herrn erinnern.
 
Warum ein blauer Faden?
Im alten Israel hatte die Kleidung jedes Israeliten an jeder Ecke einen Tzitzit. Im Laufe der Zeit änderte sich die Kleidung, und heute gibt es Gebetsschals mit Tzitzit, meist mit breiten blauen und weißen Streifen. In der Antike gebot Gott, einen blauen Faden unter die weißen Fäden zu mischen. Der blaue Farbstoff wurde aus der Chilazon-Schnecke gewonnen, einer Art Murex, die im Mittelmeer lebt. Blau ist die Farbe des Himmels und Gottes; sie erinnert jeden Israeliten daran, dass sie Gottes Adelige waren und berufen als Nation, ein Königreich von Priestern zu sein (2. Mose 19,6).
 
Was David tat
Der gesamte 24. Abschnitt des 1. Buches Samuel handelt davon, wie David den Saum von Sauls Gewand abschneidet, während Saul sich in der Höhle, in der David sich versteckt hielt, erleichterte. In Vers 5 wird berichtet, dass Davids Gewissen ihn „traf”, was eine gute Über­setzung des hebräischen Wortes „nakah” ist. Es bedeutet „schlagen, prügeln, eine Wunde zufügen oder bestrafen”. David fühlte sich sehr schuldig, weil er den Saum von Sauls Gewand abgeschnitten hatte. In der Antike und bei einigen Beerdigungen auch heute noch wird bei der Beerdigung einer Person deren Zitzit abgeschnitten, um zu zeigen, dass sie nicht mehr an die Gesetze Moses gebunden ist. Bei einigen Bräuchen wird die Person mit ihrem Gebetsschal begraben, aber einer der Zitzit wird beschädigt oder entfernt, um dasselbe zu zeigen.
 
Davids Gewissen plagte ihn, weil er die Begräbniszeremonie durch­geführt hatte, bei der er einen Tzitzit von Saul abgeschnitten hatte, um ihm zu zeigen, dass er ein toter Mann war, der von der Pflicht befreit war, Gottes Wort zu gehorchen – ein direkter Verweis auf 1. Samuel 15, als Saul absichtlich dem Herrn ungehorsam war – das war, als würde man Salz in die Wunde streuen, David! Davids Reue war so stark, dass Saul selbst bereute, versucht zu haben David zu töten, und nach Hause ging.
 
Was die Frau aus Markus 5 tat
In Matthäus 9,20, Markus 5,24-34 und Lukas 8,43-44 sehen wir eine Frau mit einer schweren und chronischen (12 Jahre) Blutungserkrankung. „Als sie von Jesus hörte, berührte sie seine Kleidung, denn sie sagte sich: Wenn ich nur den Saum seiner Kleidung berühre, werde ich gesund werden.“ Er sagte zu ihr: „Dein Glaube hat dich geheilt.“
 
Einige Kapitel später, in Matthäus 14,35-36, heißt es: „Als die Menschen der Gegend erkannten, dass Jesus dort war, erzählten sie es allen in der Umgebung. Die Menschen brachten ihre Kranken zu ihm und baten ihn, sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren zu dürfen, und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.“
 
Wir könnten vermuten, dass, da sie zum ersten Mal in Matthäus 9 erwähnt wird, wo sie den Saum (Tzitzit) seines Gewandes berührt und geheilt wird, die Menschenmenge in Matthäus 14 davon gehört hatte, wie sie geheilt worden war, und ihr aufgrund ihres Glaubens und ihrer Taten, voller Glauben nacheiferte. Wir wissen es nicht, aber wir wissen, dass der Tzitzit für das Wort Gottes steht, und dort in der Menge vor ihren Augen stand das Wort Gottes in Menschengestalt – das gesamte Wort, das die 613 Gebote vollkommen erfüllte, in Menschengestalt – und allein durch das Berühren des Tzitzit, des lebendigen Wortes, wurden viele Menschen geheilt.
 
Das Abendmahl – Teil eines größeren gemeinsamen Mahls
In den meisten Kirchen wird das Abendmahl heute als separater Teil eines Gottesdienstes gefeiert. Im ersten Jahrhundert war das Abendmahl Teil des Mahls. Matthäus 26,26: „Während sie aßen, nahm Jesus das Brot, segnete es und gab es seinen Jüngern mit den Worten: Nehmt, esst, das ist mein Leib ...“ Markus 14,22: „Während sie aßen, nahm Jesus das Brot ...“
 
In Hausgemeinden ist das Essen ein wesentlicher Bestandteil, und in einigen Kulturen ähnelt es heute der Art und Weise, wie Jesus das erste „Abendmahl“ feierte. Tatsächlich war es die Feier dieser Gemeinschaftsmahlzeiten, die dazu beitrug, dass das Christentum im gesamten Römischen Reich so schnell wuchs. Das liegt daran, dass die römische, griechische und jüdische Kultur im ersten Jahrhundert alle diese großen Familien- und Freundesessen als Teil des grundlegenden sozialen Gefüges des mediterranen Lebens hatten. Als Juden, Griechen und Römer Christen wurden, integrierten sie Christus ganz natürlich in die Gemeinschaftsmahlzeiten, die sie schon ihr ganzes Leben lang praktiziert hatten.
 
Im Judentum aßen Juden nicht mit Nichtjuden, sondern hatten ihre eigenen Gemeinschafts­mahl­zeiten. Die Römer sahen auf die Griechen herab, aber jede Kultur hatte ihre eigenen Gemeinschafts­mahlzeiten. Ein gutes Beispiel dafür, wie sie zusammenkamen, findet sich in Apostelgeschichte 18 mit der Gründung der Gemeinde in Korinth. Paulus führte viele Juden in der Synagoge zu Jesus und musste sich daher im Haus eines anderen treffen, das sich als das eines Römers namens Justus herausstellte. Uns wird berichtet: „Und viele der Korinther (Griechen) glaubten auch und ließen sich taufen.“ Später, in 1. Korinther 11,17-34, weigerten sich einige aus dieser ethnisch und sozio­ökonom­isch gemischten Gruppe von Gläubigen, mit den anderen zu essen.
 
Für die Römer war das Gemeinschaftsessen offen für Familie, Freunde und Nachbarn, aber nach sozialem und wirtschaftlichem Status getrennt. Bei den Griechen wurden in der Regel nur Angehörige der Elite eingeladen, die ärmeren Schichten wurden gemieden. Bei den Juden wurden nur Juden eingeladen. Bei dem Essen ging es darum, sich an ihre Geschichte zu erinnern, sich um die Dinge Gottes zu versammeln, ihre einzigartige Identität zu bekräftigen und die sozialen und familiären Bindungen zu stärken. Stellen Sie sich nun vor, diese drei Kulturen würden zu einem gemeinsamen Mahl zusammenkommen. Sie alle waren neue Gläubige an Jesus und hatten jeweils ihre eigenen Vorstellungen davon, wie diese Mahlzeiten aussehen sollten. Hinzu kam, dass Korinth eine Hafen­stadt war und es bekannt war, dass sich die Angestellten der Stadt niemals mit Hafenarbeitern, Seeleuten und Ladenbesitzern vermischten. Kein Wunder, dass Paulus in seinem ersten Brief an die Korinther mindestens zehn wichtige Themen ansprach! Mindestens drei davon betrafen die Trennung in isolierte kleine Gruppen, die keinen Kontakt zu den anderen hatten, und Streitigkeiten!
 
Paulus brachte alles in 1. Korinther 11,17-34 zusammen, indem er ihnen schrieb, sie sollten sich auf den wahren Grund konzentrieren, warum sie zusammengekommen waren: um das Leben, das Opfer und die Verheißungen Jesu Christi zu feiern. Paulus drängte sie mit vielen Worten, alles beiseite zu lassen, was sie trennte: ihre Vorurteile, ihre vorgefassten Vorstellungen davon, wie das traditionelle gemeinsame Mahl aussehen sollte, und sich auf Jesus zu konzentrieren. Paulus wiederholt, was er direkt vom Herrn gelernt hatte: Nehmt das Brot, das den gebrochenen Leib symbolisiert, und den Wein, der das vergossene Blut symbolisiert, und nehmt gemeinsam daran teil.
 
Paulus sagte zu denen, die sich von den anderen trennen wollten: „Viele unter euch sind schwach und krank, und viele sind früh gestorben, weil ihr den Leib des Herrn nicht richtig erkannt habt.“ Im Kontext geht es beim Erkennen des Leibes des Herrn nicht um Heilung, sondern um den Leib Christi. Dass er für Juden, Griechen und Römer gestorben und auferstanden ist, und wenn man Fragen der Rasse, der sozioökonomischen Situation und der Lebensgeschichte der Anwesenden außer Acht lässt, kann man sich auf das konzentrieren, was Jesus für jeden Einzelnen getan hat. Dies sorgt für ein echtes Gemeinschaftsessen.
 
Wenn du in einer Hausgemeinde oder vielleicht einer Bibelgruppe oder Gebetsgruppe bist, denke darüber nach: Esst gemeinsam und wenn alle den größten Teil ihrer Mahlzeit gegessen haben, aber noch reden, essen und sich austauschen, reiche ganz beiläufig Brot und Saft oder Wein herum. Mache alle darauf aufmerksam und weise auf die reichhaltigen Gespräche hin, die geführt werden, darauf, wie Jesus jeden Einzelnen gerettet hat, ohne sich darum zu kümmern, wer sie waren oder woher sie kamen, sondern einfach weil er jeden einzelnen liebt – und dann, nach einem Moment des Nachdenkens und der Besinnung, esst das Brot, trinkt den Saft des Weinstocks ... und setzt dann die Gespräche, Reflexionen und die Wertschätzung für jeden Anwesenden fort.
 
Nächste Woche folgen noch weitere Einblicke und Erkenntnisse zum Abschluss dieser Reihe. Bis dahin, seid gesegnet,
 
John Fenn
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Einblicke und Verständnis - Teil 3 von 5

2/24/2026

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Insights and understanding, 3 of 5
Einblicke und Verständnis - Teil 3 von 5
 
Hallo zusammen,
 
als ich um 1998 oder 1999 als Direktor der Bibelschule einer großen Megagemeinde tätig war, war ein bekannter Lehrer Gastredner während einer einwöchigen Konferenz. Aufgrund meiner Position saßen Barb und ich in der ersten Reihe, nur wenige Plätze vom Pastor entfernt. An einem Punkt bat die Rednerin die Gemeinde, nach vorne zu kommen und 100 Dollar in bar oder einen auf sie ausge­stellten Scheck als Zeichen des Glaubens auf der Bühne zu hinterlassen. Wenn ich „bat” sage, dann drücke ich dies höflich aus. Es war eher ein Anschreien, Drängen, Ermahnen, Predigen, alles mit einer Portion Verurteilung für diejenigen, die sich nicht daran hielten. Es ging darum, von Gott zu bekom­men, was auch immer man sich wünschte: Heilung, finanziellen Durchbruch, die Errettung eines geliebten Menschen oder etwas anderes.
 
Barb und ich waren entsetzt über ihre Manipulation und noch entsetzter, als hochrangige Mitglieder des Gemeindepersonals aufstanden und taten, was sie verlangte. Zu meiner großen Schande stand auch ich auf und legte einen Scheck auf die Bühne, was sich als die letzte „Menschenfurcht”-Handlung meines Lebens herausstellen sollte. Ich warf dem Pastor einen bösen Blick zu, als ich zu meinem Platz zurückging, in der Hoffnung, er würde diesem Unsinn ein Ende setzen. Gleichzeitig fühlte ich mich jedoch von ihm und meinem direkten Vorgesetzten (dem stellvertretenden Pastor) unter Druck gesetzt, mich zu fügen.
 
Einige Zeit nach dieser Reihe von Treffen erhielt ich den gefürchteten Anruf vom Pastor. Als ich die Anrufer-ID auf meinem Bürotelefon sah, erstarrte ich vor Angst, aber in diesem Moment sprach der Herr zu mir: „Ich bin derjenige, der dich hierher gebracht hat, und ich bin der Einzige, der dich wieder entfernen kann.” Alle Angst, gefeuert zu werden, verschwand, Frieden kehrte ein, und ich nahm den Anruf entgegen. (Ich wurde nicht gefeuert.)
 
Die Kernaussage von „Gib 100 Dollar, um deine Gebete erhört zu bekommen“ hat ihren Ursprung in einer früheren Lehre von der “Wort des Glaubens”- Bewegung über den hundertfachen Ertrag.
 
Dieser Satz stammt aus Markus 4,1-20, dem Gleichnis vom Sämann (Pflanzer). In den Versen 1-8 lehrt Jesus das Gleichnis vom Pflanzer, der Samen sät; einige fielen auf den Weg, und Vögel kamen und fraßen die Samen. Andere Samen fielen auf steinigen Boden, aber weil sie keine Erde hatten, verdorrten sie, sobald sie gekeimt waren. Einige fielen unter Dornen (Unkraut), und das Unkraut erstickte die Samen, sodass sie nie so weit wuchsen, dass sie Frucht trugen. Und in Vers 8 fiel ein Teil auf guten Boden und brachte dreißigfach, sechzigfach und hundertfach Frucht.
 
In den Versen 13-20 ging er mit den Jüngern ins Detail und erklärte, dass der Boden das menschliche Herz darstellt und die verschiedenen Bedingungen, die das Wort (Jesus ist das Wort) vorfindet, wenn es (Er) in die Herzen gesät wird. Der gute Boden brachte Frucht, sagte er nun zum zweiten Mal in Vers 20: „Einige dreißigfach, einige sechzigfach, einige hundertfach”. Der Rest des Kapitels bis Vers 34 bezieht sich auf dieses Gleichnis, einschließlich der Anweisung, vorsichtig zu sein mit dem, was wir hören, und dass Gott uns gemäß dem geben wird, wie wir die Dinge Gottes schätzen. (Vers 24)
 
Lehrer der Wort-des-Glaubens-Bewegung haben die „hundertfache Frucht“ aus dem Zu­sam­men­hang gerissen und daraus eine Lehre über das Geben gemacht: Geben, um zu bekommen –, dass Gott einem 100 oder 1000 Dollar zurückgibt, wenn man 10 Dollar gibt. Das ist eindeutig falsch. Hier ist, was Jesus mit dem Ausdruck „manche 30-, manche 60-, manche 100-fache Frucht“ gemeint hat.
 
Dies war eine gängige landwirtschaftliche Bewertung einer Ernte.
Landwirte sprachen davon, in einem bestimmten Jahr eine 30-, 60- oder 100-fache Ernte zu erzielen. Die „100-fache Ernte” ist keine mathematische Aussage, sondern vielmehr eine Aussage über Voll­endung, Reife, das Beste, was man aus einer bestimmten Situation herausholen kann. Bedenken Sie: Wenn ein Samenkorn auf steinigen Boden fällt und nur keimt, ist das das Beste, was es in dieser Situation erreichen konnte. Wenn ein Samenkorn zwischen Dornen und Unkraut fällt und wächst, aber erstickt wird, ist das das Beste, was dieses Samenkorn in dieser Situation erreichen konnte.
 
Das gute Herz ist wie guter Boden und bringt den hundertfachen Ertrag – nicht im wörtlichen Sinne, sondern in Bezug auf Reife und Vollendung. Es brachte das Höchste und Beste hervor, was es konnte, weil es guten Boden hatte. Heute verwenden wir 10 oder 100 auf die gleiche Weise. Zum Beispiel: Auf einer Skala von 1 bis 10, wie würden Sie Ihre Interaktion mit unserem Teammitglied heute bewerten? Oder: Wie hübsch ist sie (oder wie gut sieht er aus)? Eine 6 oder eine 8? Wie gefällt Ihnen unser Produkt auf einer Skala von 1 bis 100? Sie sagen damit nicht wörtlich, dass Sie die Zahl 10 oder 100 als mathematische Formel gefunden haben, sondern als Darstellung des Höchsten und Besten. So verwendete Jesus Prozentangaben.
 
Ich habe einmal irgendwo von einem Bauern gelesen, dessen Ernte von Hagel heimgesucht wurde. Aber es war kein Totalverlust, denn er konnte genug ernten, um seine Schulden bei der Bank zu bezahlen und für das nächste Jahr zu leben. Aber alle Bauern um ihn herum waren völlig ruiniert und konnten ihre Kredite nicht zurückzahlen. Der Bauer war zwar sehr enttäuscht über seine Ernte, aber ein Freund wies ihn darauf hin, dass er in einer weitaus besseren Lage war als alle anderen Bauern in der Gegend und sagte ihm, er habe eine 100-fache Rendite erzielt – er habe unter den gegebenen Umständen die bestmögliche Rendite erzielt.
 
Lass es mich anders ausdrücken. Manchmal bekommt man aufgrund der schwierigen Lage nur eine 30-fache Rendite – aber das ist das Beste, was man unter den gegebenen Umständen erreichen kann. Manchmal wachsen „Unkräuter”, die eine Transaktion oder die familiäre Situation beein­trächtigen, sodass man nur 60 % dessen bekommt, was man sich gewünscht hat. Aber unter den gegebenen Umständen war 60 % das Beste, was man erreichen konnte. Durch Gottes Gnade hat man das Beste aus dieser Situation herausgeholt.
 
Solche Dinge passieren ständig in unserem Leben – Gottes Gnade manifestiert sich in schwierigen Situationen – und wir müssen anfangen zu erkennen, dass wir zwar oft nicht die volle „Ernte” erhalten, die wir uns gewünscht haben, aber durch Seine Gnade das Maximum erreicht haben, das unter den gegebenen Umständen möglich war. Es mag nur das 30- oder 60-fache sein, aber es war das höchstmögliche und beste Ergebnis für die gegebene Situation.
 
Kann der Teufel Ihre Gebetssprache hören? (Und gibt es eine Gebetssprache, mit der wir zum Teufel sprechen?)
 
1. Korinther 13,1: „Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel rede, aber keine Liebe habe ...” In Römer 8,26-27 wird uns gesagt, dass unsere Schwäche darin besteht, dass wir nicht wissen, wie wir beten sollen, wie es sich gehört, deshalb kommt der Heilige Geist zu uns, damit wir „nach dem Willen Gottes” beten, indem wir in Zungen sprechen.
 
Ein wichtiger Punkt in diesem Vers ist, dass das Zungenreden an den Vater gerichtet ist. Es ist nicht an den Teufel gerichtet. Es gibt intensives Zungenreden in der Fürbitte, bei denen man weiß, dass man intensiv für jemanden Fürbitte leistet, und der Vater nutzt dieses Gebet zu ihm, um den Unter­drückten zu helfen, von dämonischen Mächten befreit und geistig und emotional gestärkt zu werden, aber das Gebet ist an den Vater gerichtet. Ich erinnere mich, dass ich einmal einen berühmten Fern­sehprediger gesehen habe, der jemanden zur Befreiung auf die Bühne holte und der Menge sagte, sie solle ihre Hände zu der Frau ausstrecken und in Zungen „gegen den Teufel“ beten. Nein, das ist nicht das, was das Neue Testament sagt. Zungenreden ist an den Vater gerichtet. Der Teufel schreit nicht auf, wenn er Ihre Gebetssprache hört. Er hat keine Angst. Für ihn ist es eine Sprache wie jede andere Sprache der Menschen oder Engel – von denen es stammt.
 
Wir könnten fragen: Versteht der Teufel die Worte eines Amerikaners, Deutschen, Chinesen, Spaniers oder Italieners? Ja, denn der Teufel und seine Diener sind überall auf dem Planeten. Versteht er dann auch die Sprachen der Engel, von denen er gefallen ist? Ja, natürlich. Wenn ich nach Deutschland ziehe und Deutsch sprechen muss, werde ich mich an das amerikanische Englisch erinnern, mit dem ich aufgewachsen bin. Was macht es also für einen Unterschied, ob der Teufel versteht, was ich zum Vater bete, sei es in meiner Muttersprache oder in einer vom Himmel gegebenen Sprache, die ich nie gelernt habe?
 
Ich fragte den Herrn bei einem Besuch, als er mich einige dieser Dinge lehrte: „Warum Zungenreden? Es ist so umstritten und wird missverstanden.“ Er antwortete (kurz zusammengefasst): „Wenn du das verstehen kannst: Die Erde wurde dem Menschen übertragen, daher wirken der Vater und ich größten­teils auf Einladung auf der Erde. Wir behalten jedoch unser Recht als Schöpfer. Aber der Mensch weiß nicht, wie er richtig beten soll. Der Vater musste einen Weg finden, die Unwissenheit des Menschen zu umgehen, um seinen Willen auf Erden zu vollbringen. Er tut dies, indem er einem Menschen eine Sprache gibt, die er nie gelernt hat, indem er seine Unwissenheit umgeht und diese Sprache mit seinem Willen, seinen Emotionen und seinen Wünschen in seinem Geist erfüllt. Dann beten sie zu ihm, schließen den Kreis und machen die Transaktion rechtskräftig. Denn wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Niemand wird an jenem Tag Anklage gegen uns erheben können. Es wird sich zeigen, dass alles gerecht und rechtschaffen geschehen ist.
 
Das ist vielleicht viel Stoff zum Nachdenken und für heute soll es genug sein. Nächste Woche werde ich die Serie beenden. Bis dahin, seid gesegnet,
 
John Fenn
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Einblicke und Verständnis; Hochzeit, äußerste Finsternis - Teil 2 von 5

2/14/2026

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Insights and understanding, 2 of 5, Wedding, outer darkness
Einblicke und Verständnis; Hochzeit, äußerste Finsternis - Teil 2 von 5
 
Hallo zusammen,
 
Im Gleichnis vom Hochzeitsmahl in Matthäus 22,1-14 sind die Gäste versammelt, aber einer von ihnen trägt kein Hochzeitsgewand. Als er gefragt wird, warum, ist er sprachlos. Es wird angeordnet, ihn in die äußerste Finsternis hinauszuwerfen, wo Heulen und Zähneklappern herrschen. Jesus schließt mit den Worten: Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.
 
Das Gleichnis beginnt mit den Worten: „Das Himmelreich gleicht einem König, der seinem Sohn die Hochzeit bereitete.“ Jesus spricht hier offensichtlich vom Vater und sich selbst. In Vers 3 heißt es: „Er sandte seine Diener, um die Eingeladenen zu rufen (es war Zeit, zu beginnen), aber sie wollten nicht kommen.“ Im ersten Jahrhundert war es üblich, dass der Gastgeber Erinnerungen an den bevor­stehenden großen Tag verschickte. In den Versen 4-5 erfahren wir, dass der König weitere Diener sandte und den Eingeladenen von all den Speisen und Vorräten berichtete, die für sie bereitgestellt worden waren; „aber sie nahmen keine Notiz davon“. Wörtlich: „Sie schenkten der Einladung keine Beachtung“ und kehrten zu ihren Höfen und ihrer Arbeit zurück.
 
In den Versen 6-7 heißt es, dass einige dieser Menschen die Boten sogar schrecklich behandelten und einige sogar töteten. Der König war zornig und sandte seine Armeen, um diejenigen zu töten, die seine Diener ermordet hatten, und zerstörte ihre Stadt. Dies ist ein offensichtlicher Hinweis auf die Behandlung, die die Propheten (im Alten Testament) durch die ungläubigen Juden Israels erfahren hatten. Also weist der König in den Versen 8-10 seine Diener an, diejenigen einzuladen, die ursprüng­lich nicht eingeladen waren (, was Heiden in dem Gleichnis waren), und er sagte, dass die Guten und die Bösen eingeladen wurden.
 
In den Versen 11-12 bemerkt der König jemanden ohne Hochzeitsgewand und fragt ihn, wie er dorthin gekommen sei. Der Mann war sprachlos.
 
 
Hochzeitsgewänder im Orient
Es war damals Brauch, dass ein König, der eine Hochzeit ausrichtete, oder ein Gastgeber bei einer „normalen“ Hochzeit allen Gästen einen leichten Leinenmantel zur Verfügung stellte. Dieser Brauch besteht in moderner Form in China fort, wo die Braut und der Bräutigam den Gästen oft Hochzeits­mäntel oder andere Geschenke überreichen, um ihnen für ihr Kommen zu danken. Zu Jesu Zeiten stellten Könige und Gastgeber bei „normalen“ Hochzeiten einen leichten Leinenmantel zur Verfügung, damit alle Gäste angemessen gekleidet waren und unabhängig von ihrem sozialen Status gleich waren, da sie alle gleich gekleidet waren. Das Tragen der bereitgestellten Hochzeitskleidung zeigte, dass es bei der Hochzeit keine Rangordnung und keinen sozialen Status gab, dass der König oder Gastgeber alle für diesen glücklichen Tag gleich machte, sodass sich alle frei untereinander mischen und unterhalten konnten.
 
Der Mann ohne ein solches Hochzeitsgewand fiel auf und machte deutlich, dass er aus eigenem Antrieb versucht hatte, zur Hochzeit zu kommen. Dies ist symbolisch für einen Menschen, der ver­sucht, sich den Weg in den Himmel, in das Hochzeitsmahl des Lammes, zu erarbeiten. Dem Mann wurde die Gelegenheit gegeben, zu bekennen, aber er schwieg. In Psalm 107,2 heißt es: „Die Erlösten des Herrn sollen es sagen”, aber der Mann schwieg. Er war noch nicht erlöst, versuchte aber, aus eigener Kraft in das Hochzeitsmahl (den Himmel) zu gelangen. Römer 10,9-10, der lange nach Jesu Gleichnis in Matthäus entstand, heißt es ebenfalls, dass wir mit unserem Herzen glauben, aber das Bekenntnis zur Erlösung mit unserem Mund ablegen. Der Mann schwieg, was bedeutete, dass er nicht erlöst war.
 
Äußere Finsternis
Der König ließ ihn daraufhin festnehmen und in die „äußere Finsternis“ werfen, wo Heulen und Zähne­klappern herrscht. Damals gab es, wie heute in vielen Teilen der Welt, keine Straßenbeleuchtung. Das Hochzeitsfest war mit vielen Öllampen hell erleuchtet, aber diese beleuchteten nicht die Straßen. Der Begriff „äußere Finsternis” war im ersten Jahrhundert ein Begriff, der verwendet wurde, wenn jemand aus einem Geschäft oder einem Haus geworfen wurde, was so viel bedeutet wie „auf die Straße geworfen” oder „an den Straßenrand geworfen”, wie wir heute sagen würden. Sie hatten sich an einem Ort des Lichts befunden und wurden nun in die Finsternis geworfen. Der Ausdruck „Heulen und Zähneklappern” war ein Ausdruck dafür, dass diese Person sehr wütend war. Übertragen wir dies auf moderne Begriffe, denken wir an eine Person, die aus einer Kneipe, Bar oder einem Restaurant geworfen wird und auf der Straße steht und vor Wut über ihr Schicksal flucht und spuckt. Aber es waren seine eigenen Handlungen, die andere dazu veranlassten, ihn hinauszuwerfen.
In dem Gleichnis ist dies ein Bild für die Ungeretteten, die von außen auf diejenigen blicken, die sowohl die Einladung als auch das Hochzeitsgewand, das der Gastgeber bereitgestellt hatte, bereitwillig angenommen haben.
 
Erinnern wir uns daran, dass Gott in 1 Mose 3,21 Adam und Eva Mäntel aus Fellen machte, um ihre (sündige) Blöße zu bedecken. In Epheser 5,27 heißt es, dass Ehemänner ihre Frauen lieben sollen, wie Christus die Gemeinde liebt, damit er sie sich selbst „ohne Flecken und Falten” an unseren Kleidern präsentieren kann. In Offenbarung 19,7-14 heißt es über die Gläubigen im Himmel beim Hochzeitsmahl des Lammes: „Ihnen wurde reines, strahlend weißes Leinen gegeben. Denn das Leinen ist die Gerechtigkeit der Heiligen.” Dieselben Heiligen in Vers 14, die immer noch ihre Hoch­zeitskleidung tragen, begleiten den Herrn bei seiner Wiederkunft auf Pferden nach Harmagedon.
 
Viele sind eingeladen, aber wenige sind auserwählt
Ich habe oben den Brauch erwähnt, dass der Gastgeber vor dem Tag des Hochzeitsmahls Erinner­ungen verschickt hat. Nach der Annahme von diesen, wird davon ausgegangen, dass die Gäste eintreffen und die Hochzeitskleidung erhalten. Das bedeutet, dass die Auserwählten diejenigen sind, die die Bedingung für die Teilnahme akzeptieren UND erfüllen. Sie entscheiden sich, die Einladung anzunehmen, und werden daher ausgewählt, um zugelassen zu werden – während der Mann, der die Hochzeitskleidung ablehnte und sich weigerte, zu bekennen, hinausgeworfen wurde. Viele sind eingeladen, aber nur wenige der Eingeladenen erfüllen die Anforderungen der Einladung. Wahre Gläubige an Jesus haben sowohl die Einladung angenommen als auch die Bedingung erfüllt.
 
Betrachten wir die berühmte Aussage in Johannes 3,16: Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit alle, die an ihn glauben, ewiges Leben haben. Die Einladung ist da, denn Gott hat uns eingeladen, indem er uns seinen Sohn gab. Die Bedingung ist, an diesen Sohn zu glauben. Die Einladung ist ausgesprochen, aber nur wenige werden die Bedingung der Einladung erfüllen.
 
Das Kreuz in der Wüste
Als Israel seinen Marsch durch die Wüste beginnt, gibt der Herr ihnen sehr genaue Anweisungen, wie sie reisen sollen. Ihre allgemeine Richtung ist Osten, da sie aus Ägypten gekommen sind und nach Osten nach Israel gehen. In 4 Mose 1,50 sagt er, sie sollen „um die Stiftshütte herum lagern”, nach den Ansprüchen (Standards) ihrer Familien, mit den Leviten in der Mitte. Die Stiftshütte mit der Wolke bei Tag und der Feuersäule bei Nacht befand sich genau in der Mitte des Lagers. Kapitel 2 enthält Gottes Anweisungen, welcher Stamm auf welcher Seite der Stiftshütte marschieren soll. In den Versen 3-9 sagt der Herr, dass „die Ostseite in Richtung Sonnenaufgang” Juda, Issachar und Sebulon sein werden, insgesamt 186.400 Mann. Dies ist die Mehrheit der Bevölkerung, was zu einer langen Kolonne führt, wenn sie gemäß der Stammesnormen marschieren.
 
Die Nord- und Südseite waren in etwa gleich groß. Die südlichen Stämme waren Ruben, Simeon und Gad mit 151.450 Mann. Die nördlichen Stämme waren Dan, Asser und Naphtali mit 157.600 Mann. Diese waren wie zwei Säulen oder Arme, die von der zentralen Stiftshütte ausgingen, so wie Juda, Issachar und Sebulon die lange Seite mit 186.400 Mann bildeten, die sich weit nach Osten erstreckte. Im Westen befand sich die kleinste Gruppe, bestehend aus Ephraim und den halben Stämmen Manasse und Benjamin mit insgesamt 108.100 Menschen. Aus der Luft betrachtet ergibt dies ein perfektes Kreuz, wobei Juda, wie der Herr es gesagt hat, den Weg in Richtung Sonnenaufgang anführt.
 
Ein weiteres Kreuz...
Fast 1000 Jahre später befindet sich Juda in babylonischer Gefangenschaft, nachdem der größte Teil der Bevölkerung von Nebukadnezar gefangen genommen und dorthin verschleppt worden war. Dazu gehören auch Daniel und Hesekiel. Einige fallen schnell von ihrem Glauben ab, während andere treu bleiben. In Hesekiel 9,4 fordert der Herr Hesekiel auf, denen, die beim Anblick der Sünden ihrer Brüder aufschreien, ein Zeichen auf die Stirn zu setzen, um sie als Eigentum Gottes zu kennzeichnen. Das Wort „Zeichen” ist „tav” oder „taw” und wurde im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlich ausgedrückt, oft jedoch als + oder X.
 
Zeichen auf der Stirn (oder dem Handgelenk) wurden später von Rom verwendet, als sie Sklaven nahmen, ihnen ihre Namen wegnahmen und ihnen eine Nummer auf die Stirn oder das Handgelenk tätowierten. Die 666 aus der Offenbarung vermittelt, dass diejenigen, die dieses Zeichen erhalten, Sklaven dieses wirtschaftlichen und politischen Systems sind. In Römer 16,22-23 erfahren wir, wer von Paulus den Brief an die Römer diktiert bekam: „Ich, Tertius, der diesen Brief geschrieben hat, grüße euch ... Erastus, der Schatzmeister der Stadt, grüßt euch, und Quartus, ein Bruder.”
Paulus schrieb von Korinth aus den Brief an die Römer, denn dort wurde der Name Erastus entdeckt, der tatsächlich der Schatzmeister der Stadt war. Der Name „Tertius“ ist die römische Zahl 3 und Quartus ist die römische Zahl 4, was zeigt, dass der sozioökonomische Status in Christus keine Bedeutung hat, denn der große Apostel arbeitete mit dem Schatzmeister und zwei Sklaven zusammen. Welch eine erstaunliche Gnade!
 
Weiteres dazu folgt nächste Woche. Bis dahin, Gottes Segen,
John Fenn
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Einblicke und Verständnis - Teil 1 von 4

2/7/2026

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Insights and understanding, 1 of 4
Einblicke und Verständnis - Teil 1 von 4 
 
Hallo zusammen,
 
ich liebe es, die jüdische Kultur der Bibel zu studieren, weil sie uns einen Kontext und ein Verständnis für Dinge vermittelt, die uns sonst verloren gehen würden. Und manche Dinge haben gar nichts mit Kultur zu tun: Manchmal nimmt ein Prediger einen Vers aus dem Zusammenhang und verdreht dessen Bedeutung für eine Predigt, ein Buch oder einen Web-Beitrag, sodass das, was wir für Gott halten, in Wirklichkeit gar nicht Gott ist. Ich hoffe also, dass dies Freude macht und zumindest teilweise neue Informationen enthält.
 
Einige der Themen, die wir in dieser Reihe behandeln werden, sind: Kann der Teufel Ihre Gebets­sprache hören? Was ist die 100-fache Rückerstattung? Was ist die „äußere Finsternis”? Welche Bedeutung hat das „saubere Leinen” bei der Hochzeit des Lammes? Warum sagte Stephanus, er habe Jesus zur Rechten Gottes stehen sehen? Und vieles mehr!
 
Können wir Seine höheren Wege nicht erkennen?
Viele Prediger haben ihre Predigten über die Geheimnisse Gottes auf Jesaja 55,7-11 gestützt:
 
„Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Ungerechte seine Gedanken! Und er kehre um zu dem Herrn, so wird er sich über ihn  erbarmen, und zu unserem Gott, denn er ist reich an Vergebung. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr. Denn soviel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken höher als eure Gedanken. Denn wie der Regen fällt und vom Himmel der Schnee und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde bewässert, sie befruchtet und sie sprießen lässt, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot dem Essenden, so ist auch mein Wort, das aus meinem Mund hervor­geht: Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird tun, was ich will, und das erreichen, wozu ich es gesandt habe.“
 
Der Fokus liegt immer darauf, dass wir Gottes höhere Wege nicht kennen können. Seine Wege sind höher, seine Gedanken sind höher, und wir einfachen Menschen können diese höheren Dinge nicht erkennen. Aber schauen wir uns an, was dort tatsächlich steht: „Der Gottlose soll seine Wege und seine (ungerechten) Gedanken aufgeben (verlassen, sich davon abwenden und sie hinter sich lassen), dann wird der Herr ... ihm vergeben. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege.“
 
Die Passage fordert uns tatsächlich auf, unsere Wege und Gedanken zu verlassen und zu seinen höheren Wegen und Gedanken zu kommen. Es ist keine Aussage, dass er zu hoch und wir zu niedrig sind, sondern eine Einladung, unsere Wege und Gedanken aufzugeben und zu seinen Wegen und Gedanken zu kommen.
 
Dies steht im Einklang mit den Realitäten des Neuen Testaments, einschließlich Römer 12,1-2, wo es heißt, dass wir unseren Leib als ein lebendiges Opfer darbringen, eine Verwandlung durchlaufen sollen, indem wir unseren Geist nach seinen Wegen und Gedanken erneuern, und dass wir so in der Lage sein werden, den guten, wohlgefälligen und vollkommenen Willen Gottes zu tun. In Jesaja 55,7-11 lädt er uns ein, zu seinen Wegen und Gedanken zu kommen.
 
Als Teenager erkannte ich dies und richtete mein Herz nach Psalm 103,7 aus: „Er hat Mose seine Wege (Weise) gezeigt, den Kindern Israels seine Taten.“ Die „Taten“ waren die Wunder, die das Volk Israel sah, als es durch die Wüste wanderte. Schon als Teenager hatte ich Christen gesehen, die von Wunder zu Wunder lebten, dazwischen gab es tiefe Täler in einem Glauben, der einer Achterbahnfahrt glich. Aber Mose kannte die Wege Gottes. Wenn wir die Wege kennen, werden die Wunder geschehen. Wir können nach seinen Wegen und Gedanken leben, weil wir unsere eigenen vollständig aufgegeben haben.
 
Warum sah Stephanus Jesus zur Rechten des Vaters stehen?
Die gesamte Apostelgeschichte 7 handelt davon, wie Stephanus verhaftet wurde und sich vor dem Sanhedrin verteidigte. Sein Martyrium ereignete sich wie folgt in den Versen 55-59:
 
„Stephanus aber, voll des Heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen. Er sagte: „Seht, ich sehe den Himmel offen und den Menschen­­sohn zur Rechten Gottes stehen.“ Da hielten sie sich die Ohren zu, schrien laut und stürmten alle auf ihn zu, schleppten ihn aus der Stadt hinaus und begannen, ihn zu steinigen. Unterdessen legten die Zeugen ihre Mäntel zu Füßen eines jungen Mannes namens Saulus nieder. Während sie ihn steinigten, betete Stephanus: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf.“ Dann fiel er auf die Knie und rief: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an.“ Als er das gesagt hatte, entschlief er.“
 
Warum sah Stephanus Jesus zur Rechen Gottes stehend – und nicht sitzend? Warum versetzte sie das so in Wut, dass sie ihn aus der Stadt zerrten und hinrichteten? Es steht in Jesaja 3,13: „Der Herr steht auf, um zu klagen (anzuklagen), und steht auf, um das Volk zu richten.“ Es gibt mehrere andere Schriftstellen, die davon sprechen, dass er steht oder sich erhebt, um zu richten.
 
Im Judentum zeigt sich Gottes Gericht in zwei Handlungen: Aufstehen oder Erheben und Hinsetzen. Das Aufstehen/ Sich-Erheben ist die Anklage gegen den Angeklagten, es ist die Anklage wegen des Verbrechens, für das der Herr seinen Fall darlegt. Dies geht aus Jesaja 2,19-21 und 33,10 hervor. Vers 19: „Und sie werden in die Felsenhöhlen und in die Höhlen der Erde fliehen vor dem Herrn und vor der Herrlichkeit seiner Majestät, wenn er sich erhebt, um die Erde mit seinem Schrecken zu erschüttern.“ Dies geschieht, wenn Gott vortritt, um Anklage zu erheben, um die Schuldigen anzuklagen. Er steht auf, um dies zu tun.
 
Seine Anklage ist unwiderlegbar, weil er die Wahrheit ist. Daher enthält die Anklage bereits das Urteil. Von Gott angeklagt, weiß der Angeklagte sofort, dass die Anklage in jeder Hinsicht wahr und zutreffend ist. Dann setzt sich Gott, um sein Urteil zu fällen.
 
Als Stephanus Jesus zur Rechten des Vaters stehen sah, verstanden alle Mitglieder des Sanhedrins, dass der Herr sie anklagte, nicht ihn. Stattdessen sieht er Jesus nie sitzen. Ihr Schicksal lag in ihrer Reaktion auf den stehenden Jesus. Und doch zeigte Stephanus Gnade. Warum? Weil er im Sterben sagt: „Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an.“ Mit anderen Worten: „Herr, zieh die Anklage gegen sie zurück, ziehe sie nicht zur Rechenschaft.“ Sobald Stephanus sie von der Sünde seines Mordes befreit hatte, wurde die Anklage/das Urteil fallen gelassen. Der Fall wurde eingestellt. Welche anderen Sünden die Mitglieder des Sanhedrins an diesem Tag auch immer zu verantworten haben mögen, der Mord an Steven wird nicht darunter sein.
 
Das bedeutet für uns Folgendes
Deshalb sagt das Neue Testament, dass Jesus zur Rechten des Vaters sitzt. (Kolosser 3,1; Hebräer 10,12 & 12,2; 1. Petrus 3,22) Jesus erhebt keine Anklage gegen die Seinen. Er trug die „Schuldschrift, die gegen uns war, weg und nagelte sie an sein Kreuz“. Das Kreuz bewirkte die Aufhebung aller Anklagen gegen uns, indem es diese an sein Kreuz nagelte. Deshalb sitzt Jesus mit dem Vater. Jetzt wacht er über die Gemeinschaft der Gläubigen, die seine Sühne für die Anklagen und die Rechtfertig­ung für diejenigen, die glauben, angenommen haben. (Apostelgeschichte 13,39; 1. Korinther 6,11) Wir sind durch den Glauben an Christus gerechtfertigt.
 
Alle Anklagen, alle Anschuldigungen wurden fallen gelassen, sodass er nicht mehr da steht, um anzuklagen. Tatsächlich ist es sogar noch besser als das, denn in 1. Korinther 6,11 heißt es: „... jetzt sind wir gerechtfertigt im Namen des Herrn Jesus durch den Geist Gottes.“ Rechtfertigung bedeutet nicht nur begnadigt zu sein, nicht nur die gegen dich erhobenen Anklagen fallen gelassen zu haben, sondern vor Gericht zu stehen, als hätte es nie Anklagen gegeben. Der Richter rechtfertigt uns, weil wir in seinem Blut gewaschen worden sind. Alle Dinge sind neu, und alle neuen Dinge sind von Gott.
 
Jesus steht auf, um Anklage zu erheben, und sitzt, um Urteil zu sprechen. In 2. Korinther 5,10 heißt es: „Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christi erscheinen, damit jeder seinen Lohn empfängt für das, was er in seinem Leib getan hat, sei es gut oder böse.“ Wir treten also nicht vor einen stehenden Jesus, der uns anklagen könnte, sondern ohne Anklage sitzt er da, um zu richten, was wir in unserem Körper getan haben. Das ist keine Drohung mit der Hölle, denn wir sind bereits Teil seines Reiches. Ein Vater mag sein Kind dabei erwischen, wie es etwas Falsches tut, aber da gibt es keine Bedrohung, dass es enterbt wird, sondern nur eine Abrechnung innerhalb der Familie. Das ist der Richterstuhl Christi. Nicht basierend auf Anklagen, sondern basierend auf dem, was wir getan haben, seit wir in ihm sind.
 
Also wenn du geglaubt hast, dass es beim Richterstuhl Christi darum geht, dass du vielleicht nicht in den Himmel kommst, dann kannst du nun die Wahrheit sehen. Du bist bereits ein Kind des Königs, Er wird dich nicht hinauswerfen. Er sitzt zur Rechten des Vaters. Der Vater war in Christus und versöhnte uns mit sich selbst. Das Alte ist vergangen, alles ist neu, und das Neue ist von Gott.
 
Welch eine erstaunliche Gnade!
 
Mehr dazu gibt es nächste Woche. Bis dahin, Gottes Segen,
John Fenn
Website: http://www.cwowi.org
Maile mir unter: [email protected]
 

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